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Text File | 1997-09-29 | 96.9 KB | 2,868 lines |
- Anleitung für den BavariaEventManager
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- BEM_112
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- BEM V1.12
- 1. Juni 1997
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- von
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- Michael Pieper
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- MausNet: Michael Pieper @ A
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- Inhaltsverzeichnis
- ==================
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- 1 Einführung
- 1.1 Nutzungsbedingungen
- 1.2 Sourcecode
- 1.3 Vorhandene Dateien
- 1.4 Konzept des Programms
- 1.5 Begriffe
-
- 2 Installation
- 2.1 Installation als Accessory
- 2.2 Installation unter SingleTOS
- 2.3 Installation unter Multitasking
- 2.4 Installation von CD
- 2.5 Resource-Datei
- 2.6 Hinweis für versierte Benutzer
-
- 3 Benutzung
- 3.1 Definition von Ereignissen
- 3.1.1 Der Ereigniseditor
- 3.1.2 Neues Ereignis
- 3.1.3 Ereignis editieren
- 3.1.4 Ereignis löschen
- 3.1.5 TIMER
- 3.1.6 PROGRAMM
- 3.1.7 TASTATUR
- 3.1.8 MAUS
- 3.1.9 DEVICE
- 3.2 Die Ereignisdateien
- 3.2.1 TIMER.EVT
- 3.2.2 PROGRAMM.EVT
- 3.2.3 KEYBOARD.EVT
- 3.2.4 BUTTON.EVT
- 3.2.5 SS.EVT
- 3.3 Definition von Aktionen
- 3.3.1 BEM_EDIT.PRG
- 3.3.2 Aktions-Dateien
- 3.3.2.1 EXEC
- 3.3.2.2 RUN
- 3.3.2.3 WAIT
- 3.3.2.4 PATH
- 3.3.2.5 SEND
- 3.3.2.6 SENDFILE
- 3.3.2.7 SS
- 3.3.2.8 CLEAR
- 3.3.2.9 QUIT
- 3.3.2.10 SAVE_INF
- 3.3.2.11 GONG
- 3.3.2.12 ALERT
- 3.3.2.13 INFO
- 3.3.2.14 DISABLE
- 3.3.2.15 DELAY
- 3.3.2.16 VOLUME
- 3.3.2.17 PNICE
- 3.3.2.18 DIM
- 3.3.2.19 SET
- 3.3.2.20 FSELECT
- 3.3.2.21 MIDI-COM
- 3.3.2.22 EXIST
- 3.3.2.23 IF
- 3.3.2.24 PROTOKOLL
- 3.3.2.25 AKTIV
- 3.3.2.26 VA-START
- 3.3.2.27 WINDOW
- 3.3.2.28 GOTO
- 3.3.2.29 SKIP
- 3.3.2.30 PLAY-KEY
- 3.3.2.31 TOP
- 3.3.2.32 AV-SENDKEY
- 3.3.2.33 EXIT
- 3.3.2.34 KILL
- 3.3.2.35 SOMMERZEIT
- 3.3.2.36 <Tastatureingabe>
- 3.3.3 Variablen
- 3.4 Definition von Feiertagen
- 3.5 Systemkonfiguration
- 3.5.1 EVENTMAN.INF
- 3.5.2 BEM_EDIT.INF
- 3.6 Der BavariaEventManager in Aktion
- 3.6.1 Registrier-Fenster
- 3.6.2 BavariaEventStatus
- 3.6.3 BavariaButtonDialog
- 3.6.4 BavariaKalender
- 3.6.5 BavariaInformation
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- Anhang
- ======
-
- A Bekannte Probleme
- A.1 FPATCH2.PRG
- A.2 CAT auf dem Falcon mit TOS 4.04
- A.3 Gestartetes Programm findet seine RSC-Datei nicht
- A.4 Einsatz des BavariaEventManagers als ACC
- A.5 Programmereignis auf Singletasking-Betriebssystemen
- A.6 Midi-Com Einbindung
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- B Beispiele für den Einsatz
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- C Definierte Feiertage
-
- D Haftungsausschluß und Warnung
-
- E Autor
-
-
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- 1 Einführung
- *************
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- Der BavariaEventManager soll Ihnen behilflich sein, wenn sie auf Ihrem
- Rechner regelmäßige Aufgaben zu erledigen haben, oder wenn ein be-
- stimmtes Ereignis zu einer Aktion führen soll.
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- 1.1 Nutzungsbedingungen
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- Der BavariaEventManager ist seit der Version 1.11 Freeware. Er darf
- frei benutzt, weitergegeben und kopiert werden.
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- Spenden sind trotzdem willkommen, da in dem Programm mittlerweile eine
- Menge Arbeit steckt.
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- Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:
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- Konto-Nr.: 2830 155 719
- BLZ: 720 20 240
- HYPO-Bank Gersthofen
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- 1.2 Sourcecode
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- Der Sourcecode des BavariaEventManager ist seit der Version 1.11 für
- einen Kostenbeitrag von 20,- DM erhältlich. Für registrierte User der
- Version 1.10 und älter ist er kostenlos.
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- Der Bezug ist auf verschiedenen Wegen möglich:
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- ∙ Über eine geschlossene Gruppe BEM in der Maus LL.
- Dazu ist es notwendig, sich in der Maus LL als User einzutragen.
- Dann schreiben Sie eine Mail an Michael Pieper @ LL oder den
- Gruppenchef. Sobald das Geld hier angekommen ist, wird die Gruppe
- für den User freigeschaltet und der Sourcecode kann aus dem GPT
- BEM gesaugt werden.
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- ∙ UUE-codiert über das Internet
- Der Code kann direkt bei michael@ghf.augusta.de bestellt werden.
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- ∙ Auf Diskette per Snail-Mail
- Dazu schicken Sie mir bitte eine DD- oder HD-Diskette mit einem
- Adfrarüschla (adressierten und frankierten Rückumschlag).
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- Ein Versand als PM über das MausNet ist wegen der Größe des Codes
- nicht möglich!
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- 1.3 Vorhandene Dateien
- =======================
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- Folgende Dateien gehören zum BavariaEventManager:
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- EVENTMAN.PRG Das Programm
- EVENTMAN.RSC Die Resource-Datei. Zum normalen Arbeiten wird sie
- nicht benötigt. Wenn die Optik des BEM verändert werden
- soll, kann sie geändert werden.
- BEM_EDIT.PRG Das Programm zum Editieren der Ereignisse
- BEM_EDIT.RSC Das Resourcefile zum Editor
- BEMICONS.RCS Icons für den Desktop (Programm, Ordner, *.EVT und
- *.BEM)
- EVENTMAN.DAT\ Der Systemordner für den BavariaEventManager
- EVENTMAN.INF Hier werden diverse Infos gesichert. Die
- Datei muß mit "Sichern" erzeugt werden.
- BEM_EDIT.INF Hier werden Infos des Editors gesichert.
- BUTTON.EVT Die Mausknopfereignisse
- SS.EVT Die Schnittstellenereignisse
- KEYBOARD.EVT Die Tastaturereignisse
- PROGRAMM.EVT Die Programmereignisse
- TIMER.EVT Die Zeitereignisse
- AKTION.DAT Die Definition der Aktionen
- FEIERTAG.DAT Die Definition der Feiertage
- INFO.DAT Die Datei, in der die Info-Meldungen
- gesichert werden. Diese Datei wird
- automatisch angelegt und wenn vorhanden
- überschrieben!
- ????????.PRO Die Protokolldatei. Der Dateiname kann
- von Ihnen vorgegeben werden.
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- 1.4 Konzept des Programms
- ==========================
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- ∙ Das Programm ist so aufgebaut, daß über diverse Dateien mehrere
- Ereignisse definiert werden können. In weiteren Dateien können
- dann die auszuführenden Aktionen definiert werden.
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- ∙ Das Programm wurde so gestaltet, daß es in keinem Interrupt
- hängt, sondern als ganz normales Programm gestartet werden kann.
-
- ∙ Das Programm kann seine vollständige Leistungsfähigkeit nur beim
- Einsatz unter einem Multitasking-Betriebssystem entfalten.
- Dennoch kann es auch als Accessory installiert werden. Allerdings
- ist die Benutzung dann systembedingt etwas eingeschränkt.
-
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- 1.5 Begriffe
- =============
-
- BavariaEventManager Viele Leute fragen sich, wieso das Programm denn
- Bavaria... heißt. Das hat drei einfache Gründe:
-
- 1. EventManager hörte sich IMHO langweilig an
- :-)
-
- 2. Der Entwickler, also ich, kommt aus Bayern.
-
- 3. Die Feiertagsberechnung kann alle Feier-
- tage. Und es dürfte ja bekannt sein, daß
- wir hier in Augsburg (Bayern) die meisten
- Feiertage in der Republik haben.
-
- Ereignis Ein Ereignis tritt dann auf, wenn ein defi-
- nierter Zustand innerhalb des Systems auftritt.
- Als Ereignisse werden Tastendrücke, Mausklicks,
- Programmstarts bzw. -enden, Textempfang über
- Schnittstellen und Zeitdefinitionen verwendet.
- Einem Ereignis wird eine Aktion zugeordnet.
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- Aktion Eine Aktion wird ausgelöst, wenn ein definiertes
- Ereignis aufgetreten ist. Diese Aktion hat einen
- frei wählbaren Namen und kann, ähnlich einer
- Batchdatei, mehrere Befehle enthalten.
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- Befehle Eine Aktion besteht aus einem oder mehreren
- Befehlen. Ein Befehl kann z.B. Programme star-
- ten, Texte an eine Schnittstelle schicken oder
- einen Gong ausgeben.
-
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-
- 2 Installation
- ***************
-
- Derzeit gibt es noch kein Installationsprogramm. Dennoch ist die
- Installation denkbar einfach.
-
- Folgende Schritte sind generell durchzuführen:
-
- ∙ Es sind alle Dateien auf ein beliebiges Verzeichnis auf der
- Festplatte zu kopieren. Die benötigte Verzeichnisstruktur ist
- unter "Vorhandene Dateien" beschrieben.
-
- ∙ Die *.EVT-Dateien und die Datei AKTION.DAT können gelöscht wer-
- den, oder man kann sie über den Editor oder einen Texteditor
- seinen Ansprüchen anpassen.
-
- ∙ Wenn Sie Feiertage definieren wollen, die nicht im Programm
- enthalten sind, müssen diese in der Datei FEIERTAG.DAT vorhanden
- sein. Diese Datei muß im Ordner EVENTMAN.DAT enthalten sein.
-
- ∙ Rufen Sie nun das Programm EVENTMAN.PRG auf.
-
- ∙ Stellen Sie die gewünschten Fensterpositionen ein und wählen Sie
- den Menüpunkt Datei > Sichern, dadurch wird eine Datei
- EVENTMAN.INF erzeugt.
-
- ∙ Je nach Einsatz geht es nun weiter mit:
-
-
- - Installation als Accessory
- - Installation unter SingleTOS
- - Installation unter Multitasking
- - Installation von CD
-
-
- Resource-Datei
-
- Hinweis für versierte Benutzer
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- 2.1 Installation als Accessory
- ===============================
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- Um das Programm als ACC zu benutzen, müssen Sie nun nur noch die Datei
- EVENTMAN.PRG sowie EVENTMAN.INF auf Ihr Bootlaufwerk, auf dem Ihre
- sonstigen Accessories gesichert sind, kopieren.
-
- Ändern Sie nun noch den Dateinamen EVENTMAN.PRG in EVENTMAN.ACC.
-
- Nun ist Ihr System vorbereitet, beim nächsten Booten den BavariaEvent-
- Manager zu laden. Sie finden den Programmeintrag auf dem Desktop unter
- Desk > EventManager.
-
- Der Pfad, in dem Ihr EVENTMAN.DAT-Ordner liegt, ist in der
- EVENTMAN.INF- Datei gesichert. Sollten sie diesen Ordner verschieben,
- müssen Sie den Pfad mit einem Texteditor anpassen oder die Prozedur
- unter "Installation" wiederholen.
-
- Das Programm erkennt, wo beim Start die EVENTMAN.INF-Datei gefunden
- wurde und speichert eventuelle Änderungen dort wieder ab.
-
- Unter Mag!X(C) und MultiTOS kann eine Environmentvariable eingetragen
- werden, die den EVENTMAN.DAT-Ordner anzeigt. Somit kann auch die Info-
- Datei (EVENTMAN.INF) im zentralen Ordner abgelegt werden.
-
- unter Mag!C:
-
- Datei: MAGIX.INF
- Zeile: #_ENV BAVARIA-SYSTEM=C:\BEM\EVENTMAN.DAT
-
- unter MultiTOS:
-
- Datei: GEM.CNF
- Zeile: setenv BAVARIA-SYSTEM=C:\BEM\EVENTMAN.DAT
-
-
- 2.2 Installation unter SingleTOS
- =================================
-
- Für die Verwendung unter SingleTOS sind nun alle Tätigkeiten erledigt.
- Sie können den BavariaEventManager jetzt einfach per Doppelklick star-
- ten.
-
-
- 2.3 Installation unter Multitasking
- ====================================
-
- Unter einen Multitaskingbetriebssystem (MultiTOS, Mag!C) ist der
- Einsatz des Programms als Hintergrundprogramm sinnvoll. Will man einen
- automatischen Start erzeugen, so kann die Datei EVENTMAN.PRG in einen
- eventuell vorhandenen Autostartordner kopiert werden. (Achtung! NICHT
- den AUTO-Ordner unter MultiTOS verwenden!)
-
- Der Pfad, in dem Ihr EVENTMAN.DAT-Ordner liegt, muß über eine Environ-
- mentvariable festgelegt werden. Unter Mag!X(C) und MultiTOS kann eine
- Environmentvariable eingetragen werden, die den EVENTMAN.DAT-Ordner
- anzeigt. Somit kann auch die Info-Datei (EVENTMAN.INF) im zentralen
- Ordner abgelegt werden.
-
- unter Mag!C:
-
- Datei: MAGIX.INF
- Zeile: #_ENV BAVARIA-SYSTEM=C:\BEM\EVENTMAN.DAT
-
- unter MultiTOS:
-
- Datei: GEM.CNF
- Zeile: setenv BAVARIA-SYSTEM=C:\BEM\EVENTMAN.DAT
-
-
- 2.4 Installation von CD
- ========================
-
- Das Programm ist nicht von CD lauffähig, da die Ereignisdateien
- editierbar sein müssen. Kopieren Sie daher den kompletten Ordner auf
- Ihre Festplatte und installieren das Programm entsprechend den Instal-
- lationsanweisungen für Ihre Umgebung.
-
-
- 2.5 Resource-Datei
- ===================
-
- Wenn das Aussehen der Fenster geändert werden soll, muß die Datei
- EVENTMAN.RSC in das Startverzeichnis des EVENTMAN.PRG oder .ACC gelegt
- werden.
-
- Die Datei kann mit einem normalen RCS bearbeitet werden. Die Struktur
- der Resource darf dabei jedoch nicht verändert werden, d.h. die
- Elemente dürfen verschoben, vergrößert oder verkleinert, der Text darf
- verändert, aber nicht die Reihenfolge geändert oder Elemente gelöscht
- werden.
-
- Ein Arbeiten mit einer in der Struktur geänderten Resource hat mit
- großer Wahrscheinlichkeit einen Rechnerabsturz zur Folge.
-
- Die gängigen RCS lassen einen Schutz vor Veränderung der Struktur zu.
-
-
- 2.6 Hinweis für versierte Benutzer
- ===================================
-
- Das Programm sucht seine *.EVT-Dateien sowie die EVENTMAN.INF-Datei in
- dem Ordner, der in der Enviromentvariablen "BAVARIA-SYSTEM=" angegeben
- ist. Daher ist es möglich, den Ordner an eine beliebige Stelle
- auszulagern.
-
- Der Editor wird im gleichen Pfad wie der EVENTMAN.DAT-Ordner gesucht.
-
- Beispiel: BAVARIA-SYSTEM=F:\UTILITY\BEM\DATEN.BEM
-
- Somit werden alle *.EVT-Dateien mit F:\UTILITY\BEM\DATEN.BEM\*.EVT
- gesucht. Der Editor allerdings wird eine Ebene höher gesucht:
- F:\UTILITY\BEM\BEM_EDIT.PRG.
-
- Wird der Editor beim Startversuch über das Menü nicht gefunden,
- erscheint eine Fehlermeldung. Dort hat man die Möglichkeit, sich mit
- dem Knopf "FSELECT" einen Fileselektor anzeigen zu lassen und das
- BEM_EDIT.PRG zu suchen.
-
- Der Pfad bleibt während des Programmlaufs vom BavariaEventManager
- erhalten. Soll er dauerhaft gesichert werden, muß der Menüpunkt Datei
- > Konfiguration sichern angewählt werden.
-
- Wichtig!
- Beim Start als ACC unter SingleTOS kann keine Environmentvariable
- abgefragt werden. Daher muß beim ACC-Einsatz die Datei EVENTMAN.INF im
- gleichen Ordner liegen wie EVENTMAN.ACC
-
-
-
- 3 Benutzung
- ************
-
- Um das Programm nun sinnvoll einsetzen zu können, müssen die ent-
- sprechenden Ereignisse und Aktionen definiert werden.
-
- Das kann mit einem ganz einfachen Texteditor geschehen, oder es kann
- der BEM_EDIT verwendet werden.
-
- Sie müssen sowohl Ereignisse als auch Aktionen definieren.
-
-
- 3.1 Definition von Ereignissen
- ===============================
-
- Generell können alle Ereignisse auch mit einem normalen Texteditor de-
- finiert werden. Es ist dann lediglich exakt auf die Dateibeschreibung
- zu achten.
-
- Es wird allerdings der Editor BEM_EDIT.PRG empfohlen, da dieser
- Fehleingaben überprüfen kann und solche gar nicht erst zuläßt.
-
-
- 3.1.1 Der Ereigniseditor
- -------------------------
-
- Nach dem Starten von BEM_EDIT.PRG versucht das Programm die bereits
- definierten Ereignisdateien zu finden. Dazu geht der Editor folgender-
- maßen vor:
-
- ∙ Ist die Environmentvariable "BAVARIA-SYSTEM" gesetzt, so werden
- in diesem Verzeichnis die Ereignisdateien gesucht.
-
- ∙ Ist dies nicht der Fall, dann wird angenommen, daß in der glei-
- chen Ebene, in der der BEM_EDITor liegt, auch ein Ordner namens
- EVENTMAN.DAT existiert, der die entsprechenden Dateien enthält.
-
- ∙ Nach dem Programmstart erscheint ein Fenster, in dem man die
- einzelnen Ereignisse sowie die zugehörigen Aktionen definieren
- kann.
-
- ∙ Klickt man auf ein Icon, kommt man in den entsprechenden Editor.
- Die Bedienung ist in allen Editoren gleich gehalten.
-
- Man kann die diversen Editoren auch über die Menüleiste oder
- durch Shortcuts erreichen.
-
-
- +---------------------+----------+------------+----------------+
- | Editor \ Aufruf | Shortcut | Icon | Datei |
- +---------------------+----------+------------+----------------+
- | Timerereignis | CTRL-T | Uhr | TIMER.EVT |
- | Programmereignis | CTRL-P | 3,5"-Disk | PROGRAMM.EVT |
- | Keybordereignis | CTRL-K | Tastatur | KEYBOARD.EVT |
- | Mausereignis | CTRL-M | Maus | BUTTON.EVT |
- | Deviceereignis | CTRL-D | Kabel | SS.EVT |
- +---------------------+----------+------------+----------------+
- | Feiertage | CTRL-F | Sonne | FEIERTAG.DAT |
- +---------------------+----------+------------+----------------+
- | Aktionen | CTRL-A | Filmklappe | AKTION.DAT |
- +---------------------+----------+------------+----------------+
- | Systemkonfiguration | | Werkzeug | EVENTMAN.INF + |
- | | | | BEM_EDIT.INF |
- +---------------------+----------+------------+----------------+
-
- Tabelle 1: Bedienung des Editors
-
-
- ∙ Jeder Editor besteht aus 5 Zeilen Ereignisübersicht. Sind mehr
- Ereignisse definiert, kann man mit den Scrollbalken das Fenster
- verschieben, so daß man das gesuchte Ereignis wieder findet.
-
- ∙ Im unteren Teil der Editoren stehen Eingabefelder zur Verfügung,
- mit denen man neue Ereignisse definieren oder bestehende editie-
- ren kann.
-
-
- 3.1.2 Neues Ereignis
- ---------------------
-
- Um ein Ereignis neu zu definieren, tragen Sie einfach die gewünschten
- Werte in die Eingabefelder ein oder wählen die entsprechenden Einträge
- per Popup aus. Ist der Eintrag komplett, können Sie ihn mit dem Knopf
- "Neu" in die Liste aufnehmen.
-
- Haben Sie kein Ereignis selektiert, dann ist der Knopf "Neu" der
- Standardknopf, der mit der RETURN-Taste erreicht werden kann.
-
-
- 3.1.3 Ereignis editieren
- -------------------------
-
- Um ein Ereignis zu editieren, klicken Sie das Ereignis an. Es wird
- dann selektiert und die Werte werden in die Eingabefelder übertragen.
-
- Gleichzeitig wechselt der Defaultknopf von "Neu" auf "Edit".
-
- Hier können nun die Daten geändert werden und mit "Edit" in das
- selektierte Feld übernommen werden. Sie können so auch leicht ähnliche
- Ereignisse definieren. Einfach das ähnliche Ereignis anklicken, ändern
- und mit "Neu" als neues Ereignis definieren.
-
-
- 3.1.4 Ereignis löschen
- -----------------------
-
- Um ein Ereignis zu löschen, wählt man das Ereignis aus und klickt auf
- "Löschen".
-
- Hat man versehentlich ein Ereignis gelöscht, kann man es nun mit "Neu"
- wieder eintragen, da mit dem Selektieren die Eingabefelder ja neu
- beschrieben wurden.
-
-
- 3.1.5 TIMER
- ------------
-
- Mit diesem Editorteil lassen sich Ereignisse definieren, die zeitab-
- hängig gesteuert werden. Das jeweils nächste Timerereignis erscheint
- oben im Statusfenster.
-
- ∙ Hierbei muß in den Feldern "Datum" und "Zeit" angegeben werden,
- wann die Aktion das erste Mal gestartet werden soll.
-
- ∙ Im Feld "Wiederholung alle:" wird eingetragen, in welchem Rhyth-
- mus die Aktion wiederholt werden soll. Mit einem Popupmenü läßt
- sich festlegen, ob die Aktion alle x Jahre, alle x Monate, alle x
- Wochen, alle x Tage, alle x Stunden oder alle x Minuten
- aufgerufen wird.
-
- ∙ Für x kann man in einem Editfeld noch einen Multiplikator eintra-
- gen, so daß man auch Werte wie "alle 27 Minuten" einstellen kann.
-
- ∙ Wird bei "Feiertag" und "Werktags" ein Multiplikator angegeben,
- so werden zum Weiterzählen jeweils immer nur die "Arbeitstage"
- bzw. die "freien Tage" gezählt. Die Angabe 2 als Multiplikator
- bewirkt somit, daß das Ereignis immer z.B. am Samstag auftritt,
- solange bis ein Feiertag innerhalb der Woche ist, denn dieser
- wird ebenfalls als "freier Tag" gezählt.
-
- Als Werktag zählen die Tage Montag-Freitag. Feiertage sind alle
- in der FEIERTAG.DAT eingetragenen Feiertage sowie Samstag und
- Sonntag. Sollen an solchen Tagen Anrufe getätigt werden, sollte
- man die FEIERTAG.DAT auf die bundeseinheitlichen gesetzlichen
- Feiertage sowie Heiligabend und Silvester setzen. Auf diese Weise
- sind Werk- und Feiertage Telekom-gerecht definiert.
-
- ∙ Für die Auswahl "einmalig" ist kein Multiplikator zugelassen.
-
- ∙ Der Button "Nachholen" bewirkt folgendes: Wenn eine Aktion statt-
- gefunden hätte, während der Rechner ausgeschaltet war, wird diese
- so oft wiederholt, wie sie stattgefunden hätte, wenn der Rechner
- eingeschaltet gewesen wäre. Ist der Knopf nicht aktiviert, wird
- die Aktion generell genau einmal ausgeführt.
-
- ∙ Eine Aktion wird nur dann ausgeführt, wenn sie innerhalb des
- "Gültig"-Bereichs liegt. Der Gültig-Bereich wird immer in Stunden
- angegeben. Ein Zeitereignis findet somit nur dann statt, wenn die
- aktuelle Uhrzeit maximal "Gültig" Stunden nach der definierten
- Zeit liegt.
-
- Wird als "Gültig" 0 angegeben, so wird mindestens 1 Minute als
- Gültigkeitsdauer angenommen.
-
- Beispiel: Timerereignis Neu
-
- Datum: 08.07.1995 Aktionsname: Geburtstag
- Zeit: 00:00:00 Wiederholung alle: 01 Jahr(e) Gültig: 24 Std.
-
- Datei AKTION.DAT:
- [Geburtstag]
- GONG
- ALERT 3 "Michael hat Geburtstag! Unbedingt anrufen!"
-
- Diese Aktion warnt jedes Jahr davor, daß man einen bestimmten Geburts-
- tag vergißt, allerdings nur an genau dem eingestellten Tag (24 Std von
- 0 Uhr an).
-
-
- 3.1.6 PROGRAMM
- ---------------
-
- Mit diesem Editorteil lassen sich Ereignisse definieren, die abhängig
- von einem Programmstart/-ende sind. Der BavariaEventManager überprüft
- regelmäßig mit "appl_find", ob definierte Programme im Speicher ge-
- startet wurden. Ist dies der Fall, wird die Start-Aktion ausgeführt.
- War ein Programm bei der letzten Abfrage noch im Speicher und ist nun
- entfernt worden, wird die End-Aktion ausgeführt".
-
- ∙ Es können beliebig viele Ereignisse definiert werden. Dazu sind
- die Felder "Start-Aktion" und "End-Aktion" auszufüllen, sowie im
- Feld/Button "Programmname" der maximal 8-Stellige Programmname
- einzutragen. Die Extension (.TOS oder .PRG etc.) muß weggelassen
- werden.
-
- ∙ Mit einem Klick auf "Programmname" kann man das Programm selber
- mit einem Fileselektor auswählen.
-
- Beispiel: Programmereignis Neu
-
- Programmname: RUFUS Start-Aktion: DFUE_Start
- End-Aktion: DFUE_Ende
-
- Datei AKTION.DAT:
- [DFUE_Start]
- SS MIDI: AUS
- SS MODEM2: AUS
- SS SERIAL1: AUS
- SS SERIAL2: AUS
-
- [DFUE_Ende]
- SS MIDI: EIN
- SS MODEM2: EIN 38400
- SS SERIAL1: EIN 19200
- SS SERIAL2: EIN
-
- Wird das Programm RUFUS vom BavariaEventManager im Speicher erkannt,
- werden alle Schnittstellenzugriffe gesperrt, damit sich die beiden
- Programme nicht gegenseitig Zeichen wegnehmen.
-
- Wird RUFUS wieder verlassen, wird die Schnittstellenüberwachung mit
- den oben definierten Aktionen wieder eingeschaltet. Die Schnittstellen
- MODEM2 und SERIAL1 werden auf definierte Baudraten gesetzt.
-
-
- 3.1.7 TASTATUR
- ---------------
-
- Mit diesem Editorteil kann man den BavariaEventManager auf Tastatur-
- kürzel vorbereiten. Diese Tastaturkürzel werden ausgewertet, sobald
- der BEM das aktive Programm ist, d.h., daß der BEM unter MultiTOS ein
- Häkchen im Desk- Menü haben muß. Unter Mag!X(C) und unter SingleTos
- muß ein BEM-Fenster als oberstes Fenster aktiv sein.
-
- ∙ Es können beliebig viele Ereignisse definiert werden. Dazu ist
- das Editorfeld "Aktionsname" und "Scan/ASCII-code" auszufüllen.
-
- ∙ Da aber nicht jeder eine Liste der Scan- oder ASCII-Codes zur
- Hand hat, kann auch auf den Knopf "Scan/ASCII-code" geklickt
- werden. Dadurch wird von der danach gedrückten Tastenkombination
- der ASCII- und Scancode ermittelt und in das Editfeld
- eingetragen.
-
- Es erscheint zur Information eine Dialogbox, die nur mit einer
- Tastenkombination beendet werden kann.
-
- ∙ Nun läßt sich noch festlegen, welcher Code beim späteren Auswer-
- ten beachtet werden soll, ASCII-, Scancode oder beide.
-
- Das ist wichtig, wenn man z.B. die Taste mit der Ziffer '5'
- definieren will. Diese Taste existiert nämlich zweimal: Einmal
- über den Buchstabentasten und ein weiteres mal auf dem
- Ziffernblock.
-
- Wenn man nun nur den ASCII-Code auswertet, dann ist es später
- egal, welche '5' man betätigt. Die Aktion wird immer ausgeführt.
-
- Wählt man nur den Scan-code, so kann man unterschiedliche Funk-
- tionen auf die Taste '5' legen, je nachdem, ob die '5' des
- Nummernblocks oder die andere '5' gedrückt wurde.
-
- Schaltet man beide (Scan und ASCII) Codeauswertungen ein, so kann
- man auch deutsche und englische Tastaturen unterscheiden, da z.B.
- die Taste 'Z' auf einer deutschen Tastatur einen anderen Scancode
- liefert als auf einer englischen, da die Taste ja physikalisch
- einen anderen Platz einnimmt.
-
- Beispiel: Tastaturereignis Neu
-
- Scan/ASCII-Code: 1F/13
- Aktion: Sichern_inf
-
- Datei AKTION.DAT:
- [Sichern_inf]
- SAVE_INF
- ALERT 1 "Die EVENTMAN.INF wurde gesichert!"
-
- Es wird nur der ASCII-Code ausgewertet. Dadurch wird beim Eintrag mit
- "Neu" oder "Edit" der Scancode mit "-" überschrieben.
-
- Der ASCII-Code 13 (hex.) entspricht CTRL-S. Drückt man nun, während
- der BavariaEventManager aktiv ist, diese Tastenkombination, dann wird
- die INF- Datei gesichert und eine ALERT-Box bestätigt das.
-
-
- 3.1.8 MAUS
- -----------
-
- Mit diesem Editorteil läßt sich ein Fenster konfigurieren, das beim
- BavariaEventManager als BavariaButtonDialog anwählbar ist und 16
- Tasten beinhaltet. Diese Tasten sind 4-fach belegt (normal, mit SHIFT,
- mit CONTROL und mit ALTERNATE).
-
- ∙ Es können keine Ereignisse mit "Neu" definiert werden, weil nicht
- mehr als 64 Tasten zugelassen sind. Stattdessen ist die gewünsch-
- te Taste anzuwählen, die Werte einzutragen und dann mit "Edit" zu
- übernehmen. Bei der Nummer steht zur Erkennung noch ein
- Buchstabe, so daß man erkennen kann, mit welcher Zusatztaste die
- Funktion ausgelöst wird.
-
- ∙ Man kann die Beschriftung der Tasten wählen (bis zu 13 Zeichen
- ohne Leerzeichen) und die Aktion, die ausgeführt werden soll,
- wenn später diese Taste betätigt wird. Die Aktion muß in der
- Datei AKTION.DAT definiert sein.
-
- Beispiel: Mausereignis editieren Knopf Nr. 7:
-
- Beschriftung: POLLEN
- Aktion: Poll_MS2
-
- Datei AKTION.DAT:
- [Poll_MS2]
- DISABLE 7
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG -iq
- PATH F:\RUFUS
- SS AUX: AUS
- RUN F:\RUFUS\RUFUS.APP MAUS.RUF
- SS AUX: EIN 0
- DELAY 2
- SS AUX: SET 19200
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG -oq
- ENABLE 7
-
- Wird nun auf den Button "POLLEN" geklickt, so wird die Aktion
- "Poll_MS2" aufgerufen. Diese besteht aus 12 Kommandos, die hinterein-
- ander abgearbeitet werden.
-
- Zuerst wird der Knopf deselektiert, dann das Outfile erstellt. Die
- Schnittstellenüberwachung wird abgeschaltet, Rufus zum MausTausch
- aufgerufen, danach DTR für 2 Sekunden abgeschaltet, dann die Schnitt-
- stellenüberwachung wieder eingeschaltet, das Outfile einsortiert und
- am Ende der Knopf wieder freigeschaltet.
-
-
- 3.1.9 DEVICE
- -------------
-
- Mit diesem Editorteil stellt man die Schnittstellenüberwachung ein.
- Dabei werden die eingeschalteten Schnittstellen auf die ankommenden
- Zeichen überwacht und wenn eine Übereinstimmung auftaucht, wird das
- entsprechende Kommando ausgeführt. Der Status der überwachten Schnitt-
- stellen erscheint im Statusfenster.
-
- ∙ Die Schnittstellengeschwindigkeit entspricht der, die im Kon-
- trollfeld eingestellt wurde. Sollen Strings überwacht werden, die
- ein CR beinhalten, ist als CR-Ersatz die Zeichenkombination ^M zu
- verwenden. Wird also RING^MRING^M eingegeben, dann werden zwei
- RING vom Modem abgewartet, bis das Ereignis ausgeführt wird.
-
- Doch beachten Sie bitte, daß ein String längere Zeit auch im
- Buffer stehen kann. Zwei Anrufe mit jeweils einem Klingeln
- erzeugen genau den gleichen String wie zwei Klingelzeichen
- hintereinander.
-
- ∙ Es können die Schnittstellen AUX:, MODEM1:, MODEM2:, SERIAL1:,
- SERIAL2: und MIDI: überwacht werden. Eine Überwachung auf diverse
- Hardwareleitungen ist derzeit nicht eingebaut.
-
- ∙ Es können beliebig viele Ereignisse definiert werden. Dazu sind
- die Felder "Zu prüfender String" und "Aktionsname" auszufüllen
- sowie im Popup "Device" die entsprechende Schnittstelle
- auszuwählen.
-
- Beispiel Schnittstellenereignis Neu
-
- Device: AUX:
- Zu prüfender String: RING^MRING^M
- Aktionsname: Anruf
-
- Datei AKTION.DAT:
- [Anruf]
- GONG
- INFO "-> ACHTUNG <-| |Es hat geklingelt!"
- SS AUX: AUS
- SEND AUX: "ATA"
- RUN LOGIN.PRG AUX:
- CLEAR AUX:
- SS AUX: EIN
-
- Wird nun beim Ablauf des BavariaEventManagers erkannt, daß der String
- "RING^MRING^M" (zweimal RING mit einem Carriage Return danach) über
- die Schnittstelle AUX: empfangen wurde, so werden nacheinander ein
- Gong und ein Info-Text auf dem Bildschirm ausgegeben. Danach wird die
- Schnittstellenüberwachung abgeschaltet, der String "ATA" zum Modem
- geschickt und ein Programm gestartet, dem der Parameter "AUX:" über-
- geben wird. Wenn das Programm beendet wird, wird der Schnitt-
- stellenpuffer gelöscht und die Überwachung wieder aktiviert.
-
-
- 3.2 Die Ereignisdateien
- ========================
-
- Alle Ereignisdateien haben die Endung *.EVT. In jeder Zeile steht ein
- Ereignis.
-
-
- 3.2.1 TIMER.EVT
- ----------------
-
- Die Struktur jeder Zeile sieht folgendermaßen aus:
-
- jjjjmmtthhmmss[{#|-h}] wi ken aktion
-
- jjjj Jahr, wann das Ereignis erneut ausgeführt werden soll
- mm Monat
- tt Tag
- hh Stunde
- mm Minute
- ss Sekunde
-
- # Dieser Eintrag wird nicht beachtet. Um ein Ereignis zu star-
- ten, darf dieses Zeichen nicht vorhanden sein.
-
- -h Dieser Eintrag gibt die Gültigkeitsdauer eines Ereignisses in
- Stunden an. -2 bedeutet somit 2 Stunden Gültigkeitsdauer.
-
- wi Wiederholung:
- MI minütlich
- ST stündlich
- TA täglich
- WO wöchentlich
- MO monatlich
- JA jährlich
- FT täglich nur an Wochenenden und Feiertagen
- WT werktäglich. Nicht an Wochenenden und Feiertagen
- MT monatliche Wiederholung nach Tagen
-
- Steht direkt nach der Kennung ein '!', dann werden die
- Ereignisse so oft nachgeholt, wie sie erfolgen sollten, als
- der Computer ausgeschaltet war. Ist dieses Zeichen nicht
- vorhanden, wird das Ereignis maximal einmal nachgeholt.
- Wird direkt vor die Kennung eine Ziffernfolge gestellt, gibt
- das einen Multiplikator an. Beispiel: 20MI sind 20 Minuten.
- Für die monatliche Wiederholung nach Tagen (MT) gelten
- folgende Parameter:
- MT[!]<Tag im Monat><Wochentag>
- <Tag im Monat> gibt die Anzahl an, am wievielten Wochentag
- des Monats dieses Ereignis stattfinden soll. Es darf nur eine
- Stelle lang sein. Der Wertebereich ist 1,2,3,4 und L (L =
- letzter).
-
- Die Bezeichnung "MT!L1" bedeutet also immer letzter Montag im
- Monat. Ein Multiplikator gibt dabei an, wieviele Monate
- weiterzuzählen sind.
- Das Wiederholungszeichen muß nach dem MT stehen! Erst danach
- darf die Angabe der Tage und Wochentage folgen.
- 12MT!L7" dient also dazu, die Sommer-/Winterzeitumschaltung
- zu realisieren. Das ! ist hier wichtig. Wenn nämlich während
- der Umschaltung der Rechner eine Woche nicht an ist, würde
- die Sommerzeit ja nicht eingeschaltet. Durch das ! wird das
- dann nachgeholt, sobald der Rechner wieder betriebsbereit ist
- (siehe auch SOMMERZEIT).
- Der BEM_EDIT kann das Format inzwischen zwar anzeigen, aber
- noch nicht editieren!
- Weitere Kennungen, bei denen aber '!' und Multiplikator nicht
- zugelassen sind:
- EI einmalig. Nach Ausführung wird die Zeile mit '#' mar-
- kiert.
-
- ken Kennummer, muß eindeutig sein. Der Inhalt ist egal. Es wird
- empfohlen, das Eintragsdatum und die Eintragszeit zu verwen-
- den.
-
- aktion Name der Aktion, die in der Datei AKTION.DAT ausgeführt
- werden soll, wenn das Ereignis eintrifft.
-
-
-
- Es dürfen keine Leerzeichen enthalten sein. Diese dienen der Trennung.
-
-
- 3.2.2 PROGRAMM.EVT
- -------------------
-
- Die Struktur jeder Zeile sieht folgendermaßen aus:
-
- prog start ende
-
- prog Gibt an, welches Programm überwacht werden soll. Es genügt die
- Angabe des Programmnamens ohne die Extension. Beispiel: Für
- RUFUS.APP genügt "RUFUS"
-
- start Diese Aktion soll ausgeführt werden, wenn das überwachte Pro-
- gramm gestartet wurde.
-
- ende Diese Aktion soll ausgeführt werden, wenn das überwachte Pro-
- gramm beendet wurde.
-
- Für start und ende muß immer eine Eingabe vorhanden sein. Wollen Sie
- keine Aktion starten, dann geben Sie eine unbekannte Aktion ein.
-
- z.B.: "RUFUS - ruf-stop"
-
- Der "-" wird nicht in der AKTION.DAT gefunden, somit auch nicht ausge-
- führt.
-
- Es dürfen keine Leerzeichen enthalten sein. Diese dienen der Trennung.
-
-
- 3.2.3 KEYBOARD.EVT
- -------------------
-
- Um diese Datei bearbeiten zu können, benötigen Sie eine Tabelle der
- ASCII- und SCAN-Codes auf Ihrem Rechner.
-
- Die Struktur jeder Zeile sieht folgendermaßen aus:
-
- scas aktion
-
- sc Scancode, auf den geachtet werden muß. ("-" = nicht beach-
- ten.)
- Die Angabe erfolgt hexadezimal und immer zweistellig.
-
- as ASCII-Code, auf den geachtet werden muß. ("-" = nicht beach-
- ten.)
- Die Angabe erfolgt hexadezimal und immer zweistellig.
- Um z.B. die Funktionstasten auszuwählen, ist der Scancode zu
- verwenden.
-
- aktion Name der Aktion, die in der Datei AKTION.DAT ausgeführt
- werden soll.
-
- Es dürfen keine Leerzeichen enthalten sein. Diese dienen der Trennung.
-
-
- 3.2.4 BUTTON.EVT
- -----------------
-
- Die Struktur jeder Zeile sieht folgendermaßen aus:
-
- nr beschr aktion
-
- nr Die Nummer des Buttons, der abgefragt werden soll (1-64). Die
- Buttons werden folgendermaßen gezählt:
-
- 1 2 3 4
- 5 6 7 8
- 9 10 11 12
- 13 14 15 16
-
- beschr Text, mit dem der Button beschriftet werden soll. Es werden
- maximal 13 Zeichen angezeigt.
-
- aktion Name der Aktion, die in der Datei AKTION.DAT ausgeführt
- werden soll.
-
- Es dürfen keine Leerzeichen enthalten sein. Diese dienen der Trennung.
-
-
- 3.2.5 SS.EVT
- -------------
-
- Die Struktur jeder Zeile sieht folgendermaßen aus:
-
- ss "text" aktion
-
- ss Schnittstelle, die überwacht werden soll:
-
- AUX Serielle Schnittstelle
- MIDI Midi-Port
- MODEM1 Modem1
- MODEM2 Modem2
- SERIAL1 Serial1
- SERIAL2 Serial2
-
- Es können natürlich nur tatsächlich vorhandene Schnittstellen
- überwacht werden. Daher sind die zulässigen Schnittstellen
- vom Rechner abhängig. Beim Aufruf einer nicht vorhandenen
- Schnittstelle wird der Fehlercode -15 zurückgegeben.
-
- "text" Der Text, auf den gewartet werden soll, in " " eingeschlos-
- sen. Ein Zeilenende darf in dem String nicht vorkommen.
-
- aktion Name der Aktion, die in der Datei AKTION.DAT ausgeführt
- werden soll.
-
- Es dürfen keine Leerzeichen enthalten sein. Diese dienen der Trennung.
-
-
- 3.3 Definition von Aktionen
- ============================
-
- Jedem Ereignis kann eine beliebige Aktion zugewiesen werden. Der dort
- verwendete Name wird in der Datei AKTION.DAT unverändert gesucht. Wird
- er gefunden, werden die entsprechenden Befehle ausgeführt.
-
- Sie können sich zusätzlich noch einzelne Aktions-Dateien definieren,
- die lediglich eine Aktion enthalten. Diese Dateien sollten die Endung
- *.BEM haben und im Desktop auf EVENTMAN.PRG angemeldet sein.
-
- Dadurch können Sie mit einen Doppelklick auf die Datei die Aktion zur
- Ausführung bringen.
-
- Siehe auch Aktions-Dateien (AKTION.DAT und *.BEM)
-
- Es gibt noch zusätzliche Aktionen, die automatisch ausgelöst werden:
-
- _Programmstart wird ausgeführt, wenn der BavariaEventManager gestar-
- tet wird, dient also für eine erste Konfiguration der
- Schnittstellen und ähnliches.
-
- _Programmende wird vor Beendigung des BavariaEventManager ausge-
- führt und sollte den Befehl "QUIT" enthalten.
-
- Alle Aktionen können mit einem normalen Texteditor definiert werden.
- Es ist darauf zu achten, daß die Datei AKTION.DAT korrekt aufgebaut
- ist.
-
-
- 3.3.1 BEM_EDIT.PRG
- -------------------
-
- Wird der Editor gestartet, kann man mit dem Icon BEM.Aktion in einen
- frei wählbaren Texteditor gelangen. Ist noch kein Editor bekannt,
- erhält man eine Fileselektorbox, um einen entsprechenden Editor
- auszuwählen.
-
- Solange man im BEM_EDIT.PRG verbleibt, ist dieser Editor dem Programm
- bekannt. Um diesen Editor dauerhaft zu speichern, ist der Menüpunkt
- Datei -> Konfiguration sichern anzuwählen. Dann wird der Editor in der
- EVENTMAN.INF gesichert und steht in Zukunft direkt zur Verfügung.
-
- Dem Editor wird beim Start der komplette Pfadname der AKTION.DAT-Datei
- mitgegeben. Dadurch steht im Editor immer gleich die richtige Datei
- zur Bearbeitung zur Verfügung.
-
-
- 3.3.2 Aktions-Dateien
- ----------------------
-
- (AKTION.DAT und *.BEM)
-
- In der Datei AKTION.DAT müssen alle Aktionen definiert werden, die von
- Ereignissen aufgerufen werden. Alle 5 Ereignisarten suchen in der
- Datei AKTION.DAT nach dem Aktionsnamen, der in eckigen Klammern und in
- einer eigenen Zeile stehen muß.
-
- Die Aktionsdateien *.BEM enthalten genau eine Aktion. Daher entfällt
- hier der Aktionsname. In einer *.BEM-Datei stehen nur Befehle. Die
- Bearbeitung der Datei wird abgebrochen, sobald eine eckige Klammer
- gefunden wird.
-
- Eine Aktion wird vom Aktionsnamen in eckigen Klammern eingeleitet.
- [_Programmstart] beschreibt also den Beginn der Aktion _Programmstart.
- Sämtliche folgenden Zeilen bis zum nächsten Aktionsbeginn oder dem
- Dateiende gehören zur gleichen Aktion.
-
- Innerhalb einer Zeile ist jeweils ein Befehl einzugeben. Kommentarzei-
- len beginnen mit einem ";". Das Ende eines Befehls ist das Ende der
- Zeile. Eine Befehlszeile darf maximal 254 Zeichen lang werden.
-
- Das Format jeder Aktion in der AKTION.DAT sieht also folgendermaßen
- aus:
-
- [<aktion>]
- <bef> <par>
- <bef> <par> beliebig viele Zeilen.
-
- Im Format jeder *.BEM Datei fehlt lediglich der Aktionsname, daher
- beginnen die *.BEM-Dateien gleich mit den Befehlen:
-
- <bef> <par>
- <bef> <par> beliebig viele Zeilen.
-
- Zwischen den Angaben muß als Trennzeichen mindestens ein Leerzeichen
- oder TAB vorhanden sein.
-
- <aktion> Name der Aktion, die ausgeführt wird. Es muß der gleiche
- Name verwendet werden, wie er in den *.EVT-Dateien definiert
- wurde.
-
- <bef> Der Befehl, der ausgeführt werden soll. Nachfolgend eine
- übersicht der Befehle, die derzeit verstanden werden. Eine
- genauere Beschreibung steht in den nächsten Abschnitten.
-
- EXEC Programm parallel ausführen
- RUN Programm ausführen, auf Ende warten
- WAIT Aktion unterbrechen, bis bestimmte Bedingun-
- gen erfüllt sind
- PATH Gesetzten Standardpfad ändern
- SEND Senden von Text
- SENDFILE Senden einer Datei
- SS Schnittstelle konfigurieren
- CLEAR Schnittstellenpuffer löschen
- QUIT BavariaEventManager verlassen
- SAVE_INF Speichert die INF-Datei
- GONG Gibt einen Aufmerksamkeitsgong aus
- ALERT Definiert eine Alertbox
- DISABLE Sperrt einen Button
- ENABLE Gibt einen Button frei
- DELAY Wartet eine definierte Zeit
- VOLUME Verändert die Lautstärke des Falcon
- PNICE Verändert unter MultiTOS die Pro-
- grammpriorität
- DIM Definiert eine Variable.
- SET Weist einer Variablen einen Wert zu
- FSELECT Ruft eine Fileselectorbox auf
- MIDI-COM Versendet Befehle an andere MIDI-COM- Rechner
- EXIST Prüft, ob eine Datei vorhanden ist
- IF ELSE ENDIF Dient zur Ablaufsteuerung der Aktionen
- PROTOKOLL Schaltet das Protokollfile ein und aus
- AKTIV Prüft, ob ein bestimmtes Programm läuft
- VA-START Übergibt Parameter an ein laufendes Programm
- WINDOW Öffnet oder schließt BEM-Fenster
- GOTO Springt direkt eine andere Aktion an
- SKIP Verschiebt eine Aktion um einen definierbaren
- Zeitraum
- PLAY-KEY Simuliert dem Computersystem eine
- Tastaturfolge
- AV-SENDKEY Sendet einem Programm eine Tastaturfolge
- TOP Bringt ein Fenster eines Programms nach oben
- EXIT Schickt einem Programm eine Shutdown-
- Nachricht
- KILL Beendet ein Programm hart
- SOMMERZEIT Schaltet um zwischen Sommer- und Winterzeit
- ; Diese Zeile wird ignoriert. Hier können
- Kommentare eingefügt oder nicht benötigte
- Befehle deaktiviert werden.
-
-
- <par> Die benötigten Parameter zu den Befehlen.
-
-
- 3.3.2.1 EXEC
-
- EXEC [{"TOS", "GEM"}] <prog> <par>]
-
- EXEC führt unter Multitaskingbetriebssystemen das Programm <prog>
- parallel aus. Das heißt, daß die Abarbeitung der Aktion mit dem
- nächsten Befehl gleich fortgesetzt wird. Unter SingleTOS ist der
- Befehl identisch mit "RUN".
-
- Die Parameter <par> werden dem aufgerufenen Programm übergeben. Eine
- übergabe von mehr als 127 Zeichen als Parameter ist derzeit nicht
- möglich.
-
- Beachten Sie aber bitte, daß Sie unter <prog> den kompletten Pfad des
- Programms angeben, da ansonsten die Datei eventuell nicht gefunden
- werden kann.
-
- Unter Multitaskingsystemen kann man noch auswählen, ob das Programm
- als "TOS-Programm", also mit VT52 gestartet werden soll, oder als
- "GEM- Programm". Wird keiner der beiden Schalter angegeben, dann wird
- überprüft, ob der Programmname auf die Maske "*.t*" paßt. Ist dies der
- Fall, wird das Programm als TOS (also mit VT52) gestartet, ansonsten
- als GEM.
-
- Beispiel:
-
- [cat-ll]
- PATH F:\CAT
- EXEC F:\CAT\CAT.PRG CAT_LL.INF
- GONG
-
- Der Gong wird bereits ausgegeben, wenn der Programmstart erfolgt ist.
- Das Ende von CAT wird durch dieses Ereignis nun nicht mehr überwacht.
-
-
- 3.3.2.2 RUN
-
- RUN [{"TOS", "GEM"}] <prog> <par>]
-
- RUN führt unter Multitaskingbetriebssystemen das Programm <prog> aus,
- wartet aber im Gegensatz zu EXEC auf die Beendigung des Programms.
- Erst danach wird die Ausführung des nächsten Befehls aktiviert.
-
- Die Parameter <par> werden dem aufgerufenen Programm übergeben. Eine
- übergabe von mehr als 127 Zeichen als Parameter ist derzeit nicht
- möglich.
-
- Beachten Sie aber bitte, daß sie unter <prog> den kompletten Pfad des
- Programms angeben, da ansonsten die Datei eventuell nicht gefunden
- werden kann.
-
- Unter Multitaskingsystemen kann man noch auswählen, ob das Programm
- als "TOS-Programm", also mit VT52 gestartet werden soll, oder als
- "GEM- Programm". Wird keiner der beiden Schalter angegeben, dann wird
- überprüft, ob der Programmname auf die Maske "*.t*" paßt. Ist dies der
- Fall, wird das Programm als TOS (also mit VT52) gestartet, ansonsten
- als GEM.
-
- Beispiel:
-
- [cat-ll]
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG CAT_LL.INF
- GONG
-
- Der Gong wird erst ausgegeben, wenn der Benutzer CAT wieder beendet
- hat. Die Aktion "cat-ll" wartet solange auf das Ende von CAT, bis
- dieses auch eintritt und fährt erst danach mit der Aktion fort.
-
-
- 3.3.2.3 WAIT
-
- WAIT {"NO-AKTION", "NO-AKTIV" <programm>, "AKTIV" <programm>}
-
- Mit dem Befehl WAIT kann man den BavariaEventManager veranlassen, die
- Ausführung einer Aktion zu unterbrechen. Wann die Aktion wieder
- fortgesetzt wird, wird mit den Parametern bestimmt.
-
- ∙ WAIT NO-AKTION
-
- Mit dem Parameter NO-AKTION wird die Ausführung der Aktion dann
- fortgesetzt, wenn keine weitere Aktion derzeit ausgeführt wird.
- Sobald die laufende Aktion beendet wird, wird die wartende Aktion
- fortgesetzt.
-
- ∙ WAIT NO-AKTIV <programm>
-
- Mit dem Parameter NO-AKTIV wird die Ausführung der Aktion solange
- unterbrochen, wie das angegebene Programm sich im Speicher des
- ATARI befindet. WAIT NO-AKTIV "cat" bewirkt, daß die Aktion erst
- fortgesetzt wird, wenn das Programm CAT sich nicht mehr im
- Speicher befindet. <programm> muß ohne Extension angegeben
- werden.
-
- ∙ WAIT AKTIV <programm>
-
- Mit dem Parameter AKTIV wird auf den Start eines Programms
- gewartet. (Wozu das nützlich ist, weiß ich derzeit noch nicht,
- aber es waren nur zwei Zeilen Programmcode mehr, also hab ich's
- mal reingemacht.)
-
-
- 3.3.2.4 PATH
-
- PATH <pfad>
-
- Mit diesem Befehl setzen Sie den aktuellen Standardpfad Ihres Systems.
- Dies wird von vielen Programmen benötigt, wenn sie RSC-Dateien nach-
- laden wollen. Diese Programme suchen meistens im aktuellen Pfad. Da
- aber eventuell ein anderer Pfad eingestellt sein kann, sollte vor
- einem EXEC oder RUN ein PATH stehen.
-
- Als Ergebnis liefert PATH den Wert "TRUE", wenn die Umstellung erfolg-
- reich war. Bei numerischen Variablen ist das Ergebnis 0. Im Fehlerfall
- wird ein negativer Wert ausgegeben, der der GEMDOS-Fehlernummer
- entspricht.
-
- Beispiel:
-
- [aktion-1]
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG
-
-
- 3.3.2.5 SEND
-
- SEND <ss> <text>
-
- Mit dem Befehl SEND können Sie Texte über die Schnittstellen AUX:,
- MIDI:, MODEM1:, MODEM2:, SERIAL1:, SERIAL2: oder nur hier auch PRN:
- gesendet werden. Als <ss> ist die oben angegebene Schnittstelle zu
- definieren. Die Schnittstelle PRN: spricht die Druckerschnittstelle
- an.
-
- Es wird automatisch ein CR/LF angefügt.
-
- Wenn der Befehl ausgeführt werden konnte, liefert diese Funktion
- "TRUE" bzw. 0 zurück. Im Fehlerfall wird der GEMDOS-Fehlercode
- gesetzt:
-
- -15: Unbekannte Schnittstelle
- -1: kein auszugebender Text vorhanden.
-
-
- Beispiele:
-
- [aktion-2]
- SEND MIDI: "HALLO" Sendet den Text "HALLO" über Midi.
-
- [aktion-4]
-
- SEND PRN: "Start" Sendet den Text "Start" zum Drucker
-
-
- 3.3.2.6 SENDFILE
-
- SENDFILE <ss> <file>
-
- Mit dem Befehl SENDFILE können Sie Dateien über die Schnittstellen
- AUX:, MIDI:, MODEM1:, MODEM2:, SERIAL1:, SERIAL2: oder nur hier auch
- PRN: gesendet werden. Als <ss> ist die oben angegebene Schnittstelle
- zu definieren. Die Schnittstelle PRN: spricht die Druckerschnittstelle
- an.
-
- Wenn der Befehl ausgeführt werden konnte, liefert diese Funktion
- "TRUE" bzw. 0 zurück. Im Fehlerfall wird der GEMDOS-Fehlercode
- gesetzt:
-
- -15: Unbekannte Schnittstelle
- -1: kein auszugebender Text vorhanden.
-
-
- Beispiel:
-
- [aktion-3]
- SENDFILE AUX: "C:\TEST.TXT" Sendet die Datei TEST.TXT über AUX:
-
-
- 3.3.2.7 SS
-
- SS <ss> {"EIN", "AUS", "SET"} [<baud>]
-
- Der Befehl SS definiert, ob eine Überwachung einer Schnittstelle
- erfolgen soll oder nicht. Wenn z.B. ein Terminalprogramm läuft, kann
- der BavariaEventManager nicht gleichzeitig dieselbe Schnittstelle
- überwachen, da sonst jedes Programm nur die Hälfte der Zeichen über
- die Schnittstelle erhält.
-
- Um nun gleichzeitig solche Programme laufen lassen zu können, muß beim
- Start eines Terminalprogramms die Schnittstellenüberwachung des
- BavariaEventManagers abgeschaltet werden.
-
- SS AUX: AUS schaltet die Überwachung der AUX:-Schnittstelle aus und
- SS AUX: EIN schaltet die Überwachung wieder ein.
-
- Als <ss> sind die Schnittstellen AUX:, MIDI:, MODEM1:, MODEM2:,
- SERIAL1: und SERIAL2: zugelassen.
-
- ACHTUNG: Wird eine Schnittstelle zweimal ausgeschaltet, muß sie wieder
- zweimal eingeschaltet werden, damit die Überwachung wieder aktiv wird.
-
- Beim Kommando SS <ss> AUS wird die Baudrate der Schnittstelle ermit-
- telt. Wird für die Schnittstelle später wieder das Kommando SS <ss>
- EIN gegeben, so wird die vorher festgestellte Baudrate eingestellt.
-
- Beim Einschalten kann explizit eine Baudrate angegeben werden, was
- dann dazu führt, daß diese Baudrate anstatt der gemerkten Baudrate
- gesetzt wird.
-
- Das Setzen der Baudrate kann nur erfolgen, wenn entweder HSMODEM oder
- MultiTOS installiert ist.
-
- Um zum Ändern der Baudrate nicht ständig die Schnittstellen ein- und
- ausschalten zu müssen, gibt es auch noch den folgenden Befehl:
-
- SS <ss> SET <baudrate>
-
- Damit wird sofort auf eine andere Schnittstellengeschwindigkeit
- umgeschaltet. Dazu muß die Überwachung der Schnittstelle allerdings
- bereits eingeschaltet sein. Als Nebenprodukt bei HSMODEM kann man mit
- der folgenden Befehlsfolge das DTR-Signal des Modems droppen, damit es
- auflegt:
-
- [poll-maus]
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG CAT_LL.INF -iq
- SS MODEM2: AUS
- PATH F:\RUFUS.142
- RUN F:\RUFUS.142\RUFUS.APP RUF\LL.RUF
- ;jetzt dem Modem für 2 Sekunden DTR entziehen.
- SS MODEM2: EIN 0
- DELAY 2
- ;jetzt wieder auf alte Baudrate einstellen
- SS MODEM2: SET 76800
- IF (EXIST "F:\IMPORT\OUTFILE.TXT")
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG CAT_LL.INF -oq
- ENDIF
-
- Als Ergebnis liefert dieses Kommando den Text "EIN", wenn die Überwa-
- chung der Schnittstelle eingeschaltet ist und "AUS", wenn nicht. In
- numerischen Variablen wird die Anzahl der EIN- bzw. AUS-Kommandos
- ausgegeben.
-
- Alle Werte größer als 0 bedeuten, daß die Schnittstelle eingeschaltet
- ist.
-
- Der Wert/Text -15 bedeutet, daß die angesprochene Schnittstelle nicht
- gefunden wurde.
-
-
- 3.3.2.8 CLEAR
-
- CLEAR <ss>
-
- Löscht alle anstehenden Zeichen einer Schnittstelle. Als <ss> können
- alle Schnittstellen angegeben werden, die auch beim Befehl SEND
- beschrieben wurden.
-
- Als Ergebnis liefert die Funktion "TRUE" bzw. 0, wenn die Funktion er-
- folgreich ausgeführt wurde. Ist die Schnittstelle unbekannt, wird das
- Ergebnis -15 geliefert.
-
-
- 3.3.2.9 QUIT
-
- QUIT
-
- Dieser Befehl beendet den BavariaEventManager. So kann man den Manager
- auch mit einem Ereignis beenden.
-
- Diese Funktion liefert kein Ergebnis.
-
-
- 3.3.2.10 SAVE_INF
-
- SAVE_INF
-
- Mit diesem Befehl wird die INF-Datei abgespeichert. Hiermit kann man
- das Speichern auf eine Tastenkombination oder einen Button im Bavaria-
- ButtonDialog legen.
-
- Diese Funktion liefert "TRUE" bzw. 0, wenn das Sichern der INF-Datei
- erfolgreich abgeschlossen wurde, sonst wird der Fehler -10 gemeldet.
-
-
- 3.3.2.11 GONG
-
- GONG
-
- Gibt einen Aufmerksamkeitsgong aus.
-
-
- 3.3.2.12 ALERT
-
- ALERT <icon> "<text>" [<Buttontext>]
-
- Dieser Befehl erzeugt eine ALERT-Box. Als Icon können Werte von 0 bis
- 3 angegeben werden, wobei die Werte den verschiedenen Icons einer
- ALERT-Box entsprechen (0=Kein Icon, 1=Ausrufezeichen, 2=Fragezeichen,
- 3=Stopschild).
-
- Der <text> wird selbst formatiert, wobei ein '|' im Text einen festen
- Zeilenumbruch definiert. Der Text ist in Anführungsstrichen zu setzen.
- Variablen können ebenfalls verwendet werden.
-
- Bis zu drei Auswahlmöglichkeiten können ebenfalls definiert werden. Um
- den Buttontext vom Meldungstext zu unterscheiden, sind die Buttontexte
- in eckige Klammern zu setzen.
-
- Ein zweiter Button wird durch einen "|" getrennt. Der erste Button ist
- der Standardbutton, der durch RETURN ausgewählt werden kann.
-
- Es ist dabei zu beachten, daß die Alertbox den Bildschirm sperrt. Es
- ist dann keine Eingabe in andere Programme mehr möglich. Ist das nicht
- gewünscht, so ist der Befehl INFO zu verwenden.
-
- Als Ergebnis, wird der gedrückte Knopf zurückgeliefert. 1=Erster
- Button, 2=zweiter Button und 3=dritter Button.
-
- Beispiel:
-
- [alarm]
- erg$ = PATH U:\DEV
- ALERT 1 "Das Ergebnis von PATH|war: ";erg$;"."
-
- [fehler]
- IF (EXIST "F:\IMPORT\OUTFILE.TXT")
- erg$ = ALERT 2 "Soll das Outfile eingefügt werden? [Ja|Nein]"
- IF (erg$ == 1)
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG CAT.INF -oq
- AV-SENDKEY EVENTMAN "a"
- ENDIF
- ENDIF
-
-
- 3.3.2.13 INFO
-
- INFO <text>
-
- Dieser Befehl läuft ähnlich dem Befehl ALERT ab. Es wird ein Fenster
- geöffnet, in das maximal 6 Zeilen á 50 Zeichen Text eingetragen werden
- können. Beachten Sie aber auch, daß eine Zeile der AKTION.DAT nur
- maximal 254 Zeichen lang werden darf.
-
- Im Gegensatz zu ALERT wird auf keine Bestätigung gewartet. Der Benut-
- zer kann das Fenster wieder schließen und erneut öffnen, damit er die
- letzte Meldung sieht. Die Überwachung läuft weiter.
-
- Der <text> wird selbst formatiert, wobei ein '|' im Text einen festen
- Zeilenumbruch definiert.
-
- In der Datei EVENTMAN.INF kann eingestellt werden, wie viele INFO-
- Meldungen im Speicher verbleiben. Standardmäßig steht der Wert auf 5,
- so daß man sich die letzten 5 INFO-Meldungen anschauen kann.
-
- Diese Meldungen werden in der Datei INFO.DAT gesichert, so daß sie
- auch nach einem Ausschalten des Rechners immer noch zur Verfügung
- stehen.
-
- Beispiel:
-
- [st-guide]
- IF (AKTIV "ST-GUIDE")
- VA-START ST-GUIDE *:\BEM.HYP AKTIV
- ELSE
- INFO "Der ST-GUIDE ist leider nicht installiert."
- ENDIF
-
- Hier wird untersucht, ob der ST-GUIDE geladen ist und wenn dies nicht
- der Fall ist (ELSE-Zweig), dann wird eine INFO-Meldung ausgegeben,
- ohne daß andere Programme behindert werden.
-
-
- 3.3.2.14 DISABLE
-
- DISABLE <nr> / ENABLE <nr>
-
- Mit diesen zwei Befehlen können die Mausbuttons konfiguriert werden.
- Die Knöpfe im Buttondialog sind von 1 bis 64 durchnumeriert. Mit
- DISABLE 12 kann man somit den zwölften Knopf auf "nicht anwählbar"
- setzen. ENABLE bewirkt exakt das Gegenteil. Der Knopf wird wieder
- anwählbar geschaltet.
-
- Es können ebenfalls Bereiche angegeben werden. DISABLE 9-16 sperrt die
- Knöpfe 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 und 16. Es ist lediglich das "-"
- Zeichen im Sinne "von bis" erlaubt.
-
- Beispiel:
-
- [Knopf]
- disable 1-5
- enable 7
-
-
- 3.3.2.15 DELAY
-
- DELAY <sek>
-
- Dieser Befehl bewirkt, daß während einer vorgegebenen Zeit keine
- Aktion ausgeführt wird. Die Zeit wird in Sekunden angegeben.
-
- Im Statusfenster wird als Hinweis ">>> DELAY bis" ausgegeben und
- darunter die Zeit, bis zu der der DELAY aktiv ist. Es bleiben zwar
- alle Fenster bedienbar, auch werden die Redraws gemacht, allerdings
- ist keine normale Bedienung über die Fenster mehr möglich. Es kann nur
- noch die Menüleiste verwendet werden.
-
- Wenn die Zeit abgelaufen ist, wird die angefangene Aktion
- weitergeführt.
-
-
- 3.3.2.16 VOLUME
-
- VOLUME {L=<left> R=<right>, <laut>}
-
- Dieser Befehl kann nur auf einem DMA-Sound-Subsystem (STE, TT oder
- Falcon) ausgeführt werden. Ohne die DMA-Soundmöglichkeit wird ledig-
- lich eine ALERT-Box ausgegeben, die darauf hinweist, daß dieser Befehl
- hier nicht verwendet werden kann.
-
- Man kann die Lautstärke des Soundsystems einstellen, indem man ent-
- weder getrennt für links und rechts die Lautstärke angibt, oder nur
- einen Wert, der dann für beide Kanäle eingestellt wird.
-
- Will man die Lautstärke getrennt einstellen, muß man die Kennungen
- "L=" und "R=" verwenden. Die Angaben für <left>, <right> oder <laut>
- können in einen Bereich von 0 bis 15 (beim TT: 0-20) angegeben werden,
- wobei 15 (20) ganz laut bedeutet.
-
- Die Zahlenangaben müssen direkt ohne Leerzeichen hinter dem '='
- stehen, sonst werden die Werte nicht erkannt.
-
- Beispiel:
-
- [leise]
- VOLUME L=2 R=7
- [laut]
- VOLUME 15
-
-
- 3.3.2.17 PNICE
-
- PNICE <prio>
-
- Dieser Befehl ist nur unter MultiTOS einsetzbar. Er verändert die
- Priorität des BavariaEventManagers. Die Priorität ist als Differenz zu
- sehen, wobei ein negativer Wert die Priorität erhöht.
-
- Beispiel:
-
- [Prog]
- PNICE -20
-
-
- 3.3.2.18 DIM
-
- DIM <variable>
-
- Dieser Befehl definiert eine Ganzzahl-Variable oder eine String-
- Variable. Außerdem wird bei einer Stringvariablen die Länge des
- Strings festgelegt.
-
- Der Name der Variablen ist beliebig, jedoch werden Groß- und Klein-
- buchstaben unterschieden. Es ist also auf die Schreibweise des Variab-
- lennamens zu achten. Es sind maximal 9 Zeichen für einen Variab-
- lennamen erlaubt.
-
- Um eine normale Ganzzahl-Variable zu erzeugen, ist der Befehl "DIM
- wert" zu verwenden. Dadurch wird die Variable "wert" erzeugt. Eine
- mehrdimensionale Ganzzahlvariable ist nicht möglich.
-
- Um eine String-Variable zu erzeugen, muß der $ angegeben werden und
- die Länge der Variablen. "DIM text$(20)" erzeugt eine Variable "text$"
- mit einer maximalen Länge von 20 Zeichen. Wird die Länge des Strings
- nicht angegeben, werden 20 Bytes reserviert.
-
- Es können in einer DIM-Zeile auch mehrere, durch "," getrennte Variab-
- len initialisiert werden. "DIM a,b,c,text1$(10),text2$(20)" reserviert
- Platz für drei Ganzzahlvariablen und zwei Stringvariablen.
-
- Der DIM-Befehl sollte im Ereignis "_Programmstart" stehen, damit die
- Variablen nur einmal reserviert werden. Wird eine Variable ein zweites
- Mal reserviert, erscheint eine Fehlermeldung.
-
- Beispiel:
-
- [_Programmstart]
- DIM erg
-
- [aktion]
- erg = EXIST "NEWDESK.INF"
-
-
- 3.3.2.19 SET
-
- SET <variable> <inhalt>
-
- Setzt die Variable auf einen bestimmten Wert. Als Wert kann eine
- Textfolge oder eine andere Variable oder ein Gemisch aus beiden
- angegeben werden.
-
- SET text$ "ACHTUNG die Datei ";datei$;" ist nicht vorhanden." erzeugt
- in der Variablen text$ die Summe aus den beiden Texten und dem Inhalt
- der Variablen datei$.
-
- Eine numerische Variable wird mit SET ebenfalls auf einen Wert ge-
- setzt. Derzeit können numerische Variablen lediglich für Texte verwen-
- det werden. Rechenformeln, wie + - * / sind derzeit nicht möglich.
-
- Beispiel:
-
- [_Programmstart]
- DIM aufruf$(120)
- [aktion]
- SET aufruf$ "D:\EVEREST\EVEREST.PRG "
- SET wert 10
-
-
- 3.3.2.20 FSELECT
-
- FSELECT <text>
-
- Dieser Befehl ruft die Fileselektorbox auf und gibt als Titel den
- "text" aus. Als Ergebnis wird der ausgewählte komplette Dateiname
- geliefert oder ein leerer Text, wenn Abbruch angeklickt wurde.
-
- Dadurch kann der Benutzer eine Datei auswählen, mit der man dann einen
- Editor aufruft.
-
- Beispiel:
-
- [_Programmstart]
- DIM datei$(128)
- [aktion]
- datei$ = FSELECT "Eingabedatei auswählen"
- RUN "C:\EVEREST\EVEREST.PRG ";datei$
-
-
- 3.3.2.21 MIDI-COM
-
- MIDI-COM {<rechner> <befehl>}
-
- Erkennt das Programm, daß Midi-COM installiert ist, so meldet sich der
- BavariaEvenManager als "EVENTMAN" mit einer Buffergröße von 4000 Bytes
- an. Dadurch ist es möglich, Befehle von einem BEM zum anderen zu
- schicken, wenn der BavariaEventManager auf mehreren Rechnern im MIDI-
- Netzwerk installiert ist.
-
- Dazu dient der Befehl MIDI-COM. Es werden definierten anderen Rechnern
- im Netz Befehle übermittelt. Diese Befehle werden dann ausgeführt. So
- ist es nun möglich ein Druckprogramm auf einem anderen Rechner eine
- Datei auf dem eigenen Rechner ausdrucken zu lassen.
-
- Als Rechner muß entweder die logische Nummer angegeben werden oder der
- definierte Name des Rechners, auf dem der Befehl ausgeführt werden
- soll.
-
- Wird als Name "-1" angegeben, so wird die Nachricht an alle Rechner im
- Ring verschickt.
-
- Beispiel:
-
- [_Programmstart]
- DIM datei$(128)
- [aktion]
- datei$ = FSELECT "Druckdatei wählen"
- MIDI-COM MEGA-ST "RUN C:\EVEREST\EVEREST.PRG N:\FALCON\";datei$
-
-
- 3.3.2.22 EXIST
-
- EXIST <datei>
-
- Dieser Befehl sucht eine Datei und liefert als Ergebnis entweder 0
- ("TRUE") dafür, daß die Datei vorhanden ist, oder eine negative Zahl,
- wenn die Datei nicht gefunden wurde.
-
- Er ist eigentlich nur sinnvoll für bedingte Ausführung (IF ELSE).
-
- Beispiel:
-
- [aktion]
- IF (EXIST "F:\IMPORT\OUTFILE.TXT")
- RUN C:\CAT\CAT.PRG -oq
- ENDIF
-
- Cat wird nur dann aufgerufen, um ein Outfile einzusortieren, wenn das
- das Outfile auch tatsächlich vorhanden ist.
-
-
- 3.3.2.23 IF
-
- IF (Bedingung) <befehle> ELSE <befehle> ENDIF
-
- Mit den Befehlen IF ELSE ENDIF kann man eine bedingte Ausführung
- erzwingen. Hinter IF muß in Klammern die Bedingung stehen.
-
- Als Vergleichsoperanden sind erlaubt:
- == gleich;
- != oder <> ungleich;
- < kleiner;
- > größer;
- <= kleiner gleich und
- >= größer gleich.
-
- Wird keine Bedingung angegeben, wird auf TRUE getestet. IF (EXIST
- "C:\NEWDESK.INF") bedeutet also, daß der IF-Teil nur dan ausgeführt
- wird, wenn eine Datei C:\NEWDESK.INF vorhanden ist.
-
- Zu jedem IF muß ein ENDIF in einer eigenen Zeile existieren.
-
- Jedes IF kann auch einen ELSE - Teil besitzen, der dann ausgeführt
- wird, wenn die Bedingung nicht zutrifft.
-
- Es können beliebig viele Befehle zwischen dem IF und dem (ELSE) ENDIF
- stehen. Geschachtelte IFs sind ebenfalls erlaubt.
-
-
- 3.3.2.24 PROTOKOLL
-
- PROTOKOLL <Dateiname> {E[IN], A[US], L[ÖSCHEN], S[CHREIBEN] <Text>}
-
- Der Befehl PROTOKOLL dient zur leichteren Fehlersuche.
-
- PROTOKOLL <..> EIN startet das Protokollieren. Es wird im
- Protokollverzeichnis eine Datei angelegt,
- in der während des Programmlaufs
- mitgeschrieben wird, welcher Befehl zu
- welcher Zeit ausgeführt wird.
-
- PROTOKOLL AUS schaltet die Protokollierung wieder aus.
- Beim Programmstart ist die Protokollierung
- generell ausgeschaltet.
-
- PROTOKOLL LÖSCHEN löscht die Protokolldateien aus dem
- Ordner.
-
- PROTOKOLL SCHREIBEN <Text> Schreibt den Text in das Protokollfile.
-
- Da das Protokollfile bei längerer Laufzeit sehr schnell an Größe
- gewinnt, sollte die Protokollfunktion nur zu Fehlersuchzwecken benutzt
- werden, um einen Festplattenüberlauf zu verhindern.
-
- In der Datei EVENTMAN.INF kann der Name der Protokolldatei selber de-
- finiert werden. Die Dateiendung ist immer ".PRO" und darf nicht mit
- angegeben werden. Die Protokolldatei wird im EVENTMAN.DAT-Ordner
- angelegt.
-
- Der Dateiname kann fast vollkommen frei definiert werden. Entweder
- nimmt man einen festen Dateinamen, z.B. PROTOKOLL, oder einen flexi-
- blen Dateinamen, wobei folgende Kürzel erlaubt sind:
-
- %a abgekürzter Wochentag
- %A ausgeschriebener Wochentag
- %b abgekürzter Monatsname
- %B voller Monatsname
- %c Datum und Uhrzeit
- %d Tag im Monat (1-31)
- %H Stunde (0-23)
- %I Stunde (0-12)
- %j Tag im Jahr (1-366)
- %m Monat (1-12)
- %M Minute (00-59)
- %p AM/PM%S Sekunde (00-59)
- %w Wochentag (0-6)
- %W Woche im Jahr (0-52)
- %x lokale Datumsdarstellung
- %X lokale Zeit-Darstellung
- %y Jahr ohne Jahrhundert (0-99)
- %Y Jahr mit Jahrhundertangabe
- %Z Name der Zeitzone (z.B. MEZ)
- %% das »%«-Zeichen
-
- Der Dateiname kann maximal 59 Zeichen lang sein. Es können auch
- weitere Ordnerebenen definiert werden, wobei dann der Ordner vorher
- angelegt werden muß. Ein Löschen der Protokolldateien funktioniert
- derzeit nur, wenn die Dateien nicht in einem Unterverzeichnis liegen.
-
- Beispiel:
-
- ProFileMask: protokolle\%y-%A\%j
-
-
- 3.3.2.25 AKTIV
-
- AKTIV <prog>
-
- Der Befehl AKTIV dient zur Kontrolle, ob ein bestimmtes Programm
- bereits geladen ist. Damit läßt sich kontrollieren, ob CAT bereits
- läuft, bevor man CatPutz startet, da dies zu einer Fehlermeldung
- führen würde.
-
- Ebenso lassen sich so auch ACCs erkennen. Der Befehl dient lediglich
- zur Flußsteuerung der Aktionen.
-
- Als <prog> muß der Programmname ohne die Endung angegeben werden,
- sonst wird das Programm nicht gefunden.
-
- In nachfolgendem Beispiel wird der ST-GUIDE aufgerufen und aus dem
- Hypertext BEM.HYP der Eintrag "AKTIV" angezeigt.
-
- Ist der ST-GUIDE nicht geladen, dann wird der INFO-Befehl ausgeführt.
-
- Beispiel:
-
- [hilfe]
- IF (AKTIV "ST-GUIDE")
- VA-START ST-GUIDE *:\BEM.HYP AKTIV
- ELSE
- INFO "Der ST-GUIDE ist leider nicht installiert!"
- ENDIF
-
-
- 3.3.2.26 VA-START
-
- VA-START <prog> <par>
-
- Der Befehl VA-START dient dazu, ACCs oder bereits laufenden Applikati-
- onen Parameter zu übergeben. Das Programm muß allerdings dazu in der
- Lage sein, das Protokoll zu verstehen. Für Programmierer: Es wird die
- Nachricht VA_START aus dem AV-Protokoll gesendet.
-
- Dadurch kann einem Editor z.B. die Aufgabe gegeben werden, eine
- weitere Datei zu laden, oder GEM-VIEW zeigt ein weiteres Bild an.
-
- Man kann nun mit einer Tastenkombination im ST-GUIDE eine ganz be-
- stimmte Stelle anspringen oder GSZRZ zum Up-/Downladen einer Datei
- animieren.
-
- Als <prog> muß der Programmname ohne die Endung angegeben werden,
- sonst wird das Programm nicht gefunden. Unter <par> sind die Parameter
- anzugeben, die bei einem normalen Programmstart angegeben würden.
-
- Bei diesem Befehl ist es nicht möglich, auf das Ende der Applikation
- zu warten, da dies nicht signalisiert wird. Der Befehl ist also ähn-
- lich dem Befehl "EXEC" zu sehen.
-
- Werden zwei Befehle VA-START schnell hintereinander ausgeführt, dann
- kann es vorkommen, daß der statische Speicherbereich für die Parameter
- bereits vom neuen Befehl überschrieben wurde. Daher sollte darauf
- geachtet werden, daß zwischen zwei VA-START-Befehlen eine Pause von
- mindestens 2 Sekunden ist.
-
- Beispiel:
-
- [hilfe]
- IF (AKTIV "ST-GUIDE")
- VA-START ST-GUIDE *:\BEM.HYP AKTIV
- ELSE
- INFO "Der ST-GUIDE ist leider nicht installiert!"
- ENDIF
-
-
- 3.3.2.27 WINDOW
-
- WINDOW <fenster> {"O[PEN]", "C[LOSE]"}
-
- Dieser Befehl dient dazu, daß automatisch die Fenster des Bavaria-
- EventManagers geöffnet oder geschlossen werden können.
-
- Es wurde ganz bewußt nur eine Tastenkombination fest im Programm
- kodiert und das ist CNTRL-Q zum Beenden des Programms. Man kann sich
- durch den Befehl WINDOW selbst eine Tastaturkombination festlegen, um
- die Fenster des BEM zu öffnen oder zu schließen.
-
- Für <fenster> sind folgende Angaben zulässig:
-
- H oder HAUPT gibt das Registrier-Fenster an
- S oder STATUS gibt das Statusfenster an
- M oder MAUS gibt das Fenster für die Maustasten an
- K oder KALENDER gibt das Fenster für den Kalender an
- I oder INFO gibt das Infofenster an
- T oder TOP steht für das oberste Fenster
-
-
- Die Angabe TOP ermittelt automatisch das oberste Fenster des Bavaria-
- EventManagers und wendet den entsprechenden Befehl darauf an. Somit
- ist es nur sinnvoll, wenn man "WINDOW TOP CLOSE" verwendet. Der Befehl
- WINDOW TOP OPEN ist ohne Wirkung, da das oberste Fenster ja bereits
- geöffnet ist.
-
- Wird WINDOW <fenster> OPEN auf ein bereits geöffnetes Fenster ange-
- wandt, wird dieses in den Vordergrund geholt und oberstes Fenster.
-
- Beispiel:
-
- [close-top]
- WINDOW TOP CLOSE
- [close-info]
- window i c
-
-
- 3.3.2.28 GOTO
-
- GOTO { <aktion> , <Aktionsfile> }
-
- Mit dem Befehl GOTO wird direkt eine andere Aktion gestartet. Dabei
- werden alle IF-Schleifen verlassen. Ein Rücksprung in die laufende
- Aktion ist nicht möglich.
-
- Es kann auch ein Aktionsfile angegeben werden, das lediglich aus
- Befehlen besteht. Dieses Aktionsfile, das auch beim Programmstart
- direkt übergeben werden kann, darf keine Aktionsnamen beinhalten!
-
- Zuerst wird versucht, ein Aktionsfile zu öffnen. Wird dieses nicht
- gefunden, dann wird die Aktion innerhalb der Datei AKTION.DAT gesucht
- und diese Aktion ausgeführt.
-
- Der Befehl GOTO ermöglicht in Verbindung mit MIDI-COM, daß auf einem
- anderen Rechner eine ganze Aktion und nicht nur ein Befehl ausgeführt
- werden kann. Selbstverständlich geht beides auch kombiniert.
-
- Beispiel:
-
- [Midi-Poll]
- MIDI-COM FALCON "INFO \"Jetzt mußt Du aber mal Pollen!\""
- MIDI-COM FALCON "GOTO Poll-ASH"
- MIDI-COM FALCON "INFO \"Ab sofort läuft die Aktion auf Deinem
- Rechner!\""
- GOTO F:\BEM\EVENTMAN.DAT\HINWEIS.BEM
-
- Auf dem anderen Rechner muß dann in der AKTION.DAT die Aktion "Poll-
- ASH" natürlich auch vorhanden sein!
-
- Mit der 4. Zeile wird auf dem eigenen Rechner die Datei HINWEIS.BEM
- als Aktionsdatei gestartet.
-
-
- 3.3.2.29 SKIP
-
- SKIP <aktion> [<zeit>]
-
- Es werden die Timerereignisse durchsucht, ob innerhalb der nächsten
- <zeit> ein Timerereignis auftritt, das die Aktion <aktion> auslöst.
- Ist dies der Fall, wird das Timerereignis so weit verschoben, bis es
- außerhalb der <zeit> liegt.
-
- Ist <zeit> nicht angegeben, wird das nächste Ereignis <aktion> genau
- einmal verschoben.
-
- Beispiele:
-
- [poll-maus-button]
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG CAT_LL.INF -iq
- PATH F:\RUFUS.142
- RUN F:\RUFUS.142\RUFUS.APP RUF\LL.RUF
- IF (EXIST "F:\IMPORT\OUTFILE.TXT")
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG CAT_LL.INF -oq
- SKIP poll-maus
- ENDIF
-
- Damit wird der MausTausch von Hand (als Button- oder Keybord-Event)
- gestartet. Bei erfolgreichem Tausch, also wenn ein OUTFILE.TXT (.ZIP,
- .LZH, je nach Packer) vorliegt, wird das nächste Timerereignis "poll-
- maus" um ein Intervall verschoben. Damit die Abfrage sinnvoll ist, muß
- natürlich das Outfile nach dem Einfügen oder vor dem Tausch gelöscht
- werden.
-
- [Catputz]
- SKIP Catputz 4t
- PATH f:\cat
- RUN f:\cat\catputz.prg
-
- Verschiebt Catputz so weit, daß es innerhalb der nächsten 4 Tage nicht
- mehr aktiviert wird.
-
- <zeit> ohne Einheit oder "m" sind Minuten, "h" Stunden und "t" Tage.
-
- Beispiele:
-
- 4h -> 4 Stunden
- 5t -> 5 Tage
- 7m -> 7 Minuten
- 7 -> 7 Minuten
-
- Um Probleme zu vermeiden, sollten Einstellungen wie
-
- [test]
- skip test
- info "Das ist ein Krampf!"
-
- vermieden werden. Dadurch würde die Aktion bei jeder Ausführung
- verschoben und fände nur jedes zweite Mal statt.
-
-
- 3.3.2.30 PLAY-KEY
-
- PLAY-KEY <Tastatureingabe>
-
- Dieser Befehl spielt dem System Tastatureingaben vor. Als
- <Tastatureingabe> sind die dort beschriebenen Zeichen erlaubt.
-
- Dieser Befehl bewirkt, daß die Tastatureingaben dem obersten Programm
- gemeldet werden. Eventuell ist dafür zu sorgen, daß ein Programm das
- oberste Programm ist, dazu dient der Befehl TOP.
-
- Zwischen den einzelnen Tastendrücken wird eine definierte Wartezeit
- eingelegt, damit das Programm diese Tastatureingaben auch verarbeiten
- kann.
-
- Diese Zeit wird in der EVENTMAN.INF mit dem Parameter KeyDelayTim: de-
- finiert. Der Standardwert ist 200, die Angabe erfolgt in
- Millisekunden.
-
- Beispiel:
-
- PLAY-KEY "<C|N>Diese Datei wurde neu angelegt!<C|S>"
-
-
- 3.3.2.31 TOP
-
- TOP <Programm>
-
- Sorgt dafür, daß das <Programm> an oberster Stelle erscheint und somit
- die Tastatureingaben erhält. (Es ist zu beachten, daß neu geöffnete
- Fenster diese Reihenfolge durcheinanderbringen!)
-
- Als <Programm> ist der Dateiname des Programmes ohne Extension zu ver-
- wenden.
-
- Unter Magic wird das interne Protokoll verwendet.
-
- Unter Mint ist es notwendig, daß ein Fenster des Programms geöffnet
- ist, so daß dieses getoped werden kann.
-
- Beispiel:
-
- TOP "EVEREST"
-
-
- 3.3.2.32 AV-SENDKEY
-
- AV-SENDKEY <Programm> <Tastatureingabe>
-
- Dieser Befehl schickt dem <Programm> die <Tastatureingabe> mit dem AV-
- SENDKEY-Protokoll. Dieses Protokoll funktioniert nur, wenn das Pro-
- gramm dies auch unterstützt. Der Fileselektor zum Beispiel kann damit
- nicht bedient werden!
-
- Der Vorteil dieses Befehls gegenüber dem PLAY-KEY-Befehl ist der, daß
- das Programm, an das die Zeichen geschickt werden, nicht das oberste
- Fenster besitzen muß.
-
- Als <Programm> ist der Dateiname des Programmes ohne Extension zu ver-
- wenden. Als <Tastatureingabe> sind die dort beschriebenen Zeichen
- erlaubt.
-
- Zwischen den einzelnen Tastendrücken wird eine definierte Wartezeit
- eingelegt, damit das Programm diese Tastatureingaben auch verarbeiten
- kann.
-
- Diese Zeit wird in der EVENTMAN.INF mit dem Parameter KeyDelayTim: de-
- finiert. Der Standardwert ist 200, die Angabe erfolgt in
- Millisekunden.
-
- Selbstverständlich kann man dem EVENTMAN selber auch per AV-SENDKEY
- ein paar Tastendrücke zukommen lassen.
-
- Beispiel:
-
- AV-SENDKEY "CAT" "<C|O>"
- DELAY 2
- AV-SENDKEY "CAT" "<CDown>V"
-
- Öffnet die Nachrichtenauswahl, selektiert eine Mail und zeigt diese
- an.
-
-
- 3.3.2.33 EXIT
-
- EXIT <Programm>
-
- Schickt dem <Programm> eine Shutdown-Nachricht, damit es sich beenden
- soll.
-
- Der Erfolg kann nicht kontrolliert werden! Es ist vom Programm
- abhängig, ob es sich beendet oder nicht!
-
- Als <Programm> ist der Dateiname des Programmes ohne Extension zu ver-
- wenden.
-
- Beispiel:
-
- EXIT "COMA"
-
-
- 3.3.2.34 KILL
-
- KILL <Programm>
-
- Wirft das <Programm> aus dem Speicher. Unter MagiC wird das MagiC-
- interne Protokoll verwendet. Unter Mint wird die Datei
- U:\PROC\<programm>.* gelöscht.
-
- Es werden keine Daten mehr gesichert, das Programm wird hart entfernt!
-
- Als <Programm> ist der Dateiname des Programmes ohne Extension zu ver-
- wenden.
-
- Beispiel:
-
- KILL "UPOINT"
-
-
- 3.3.2.35 SOMMERZEIT
-
- SOMMERZEIT { "EIN", "AUS" }
-
- Das Kommando stellt die interne GEMDOS-Uhr jweils auf die Sommerzeit
- oder Winterzeit um.
-
- SOMMERZEIT EIN erhöht die Uhrzeit um 1 Stunde
- SOMMERZEIT AUS erniedrigt die Uhrzeit um 1 Stunde
-
- Der BavarieEventManager merkt sich nicht, ob die Sommerzeit bereits
- eingeschaltet war oder nicht. Wird der Befehl SOMMERZEIT EIN zweimal
- hintereinander aufgerufen, dann wird die Uhr um 2 Stunden vorgestellt!
-
- Als Ergebnis wird die Anzahl der Sekunden seit 00:00:00 geliefert.
-
-
- 3.3.2.36 <Tastatureingabe>
-
- <Tastatureingabe>
-
- Für die <Tastatureingabe> bei den Befehlen PLAY-KEY und AV-SENDKEY
- sind alle Zeichen außer "<" erlaubt.
-
- Soll zu einem Zeichen Shift, Control oder Alternate zusätzlich
- gedrückt werden, so ist folgender Ersatz dafür zu verwenden:
-
- <...Zusatztasten...|...Normaltaste...>
-
- Die Zusatztasten werden folgendermaßen abgekürzt:
-
- S = Shift (links)
- L = Shift links
- R = Shift rechts
- C = Control
- A = Alternate
-
- Die Zusatzzeichen können auch zusammen verwendet werden: <CA|F>
- bedeutet, daß Control + Alternate gleichzeitig mit der Taste "F"
- simuliert werden sollen.
-
- Als Normaltaste ist jedes ASCII-Zeichen erlaubt, mit Ausnahme von ">".
-
- Sollen als Normaltaste die Sondertasten verwendet werden, so sind
- diese mit mindestens zwei Buchstaben zu beschreiben. Folgende
- Sondertasten sind möglich:
-
- ES = Esc
- TA = Tab
- BA = Backspace
- DE = Delete
- HE = Help
- UN = Undo
- IN = Insert
- CH = ClearHome
- CU = Cursor up (Pfeil nach oben)
- CL = Cursor left (Pfeil nach links)
- CD = Cursor down (Pfeil nach unten)
- CR = Cursor right (Pfeil nach rechts)
- EN = Enter (auf der Zahlentastatur)
- RE = Return (auf der Haupttastatur)
- F1 = Funktionstaste 1...
- F9 = Funktionstaste 9
- F0 = Funktionstaste 10
-
- Beispiel:
-
- <CA|Enter>
-
- Bewirkt, daß die Entertaste der Zahlentastatur gleichzeitig mit
- Control und Alternate simuliert wird.
-
-
- 3.3.3 Variablen
- ----------------
-
- Variablen
-
- Zur flexibleren Gestaltung der Ereignisse wurden nun auch Variablen
- eingeführt. Nachfolgend sind ein paar Sätze aufgeführt, die bei der
- Verwendung von Variablen beachtet werden sollten.
-
- ∙ Es können nur eindimensionale Wertvariablen und beliebig lange
- Stringvariablen definiert werden.
-
- ∙ Es können beliebig viele Variablen verwendet werden.
-
- ∙ Die Variablennamen sind maximal 9 Stellen lang.
-
- ∙ Eine String-Variable endet immer mit einem $.
-
- ∙ Die Variablen sind immer global, das heißt, werden diese in ihrem
- Wert von einem Ereignis verändert, haben sie auch in einem
- anderen Ereignis den neuen Wert.
-
- ∙ Um Variablen zu verwenden, müssen sie zuerst dimensioniert
- werden.
-
- ∙ Variablen können in Befehlen beliebig als Eingabewerte und als
- Ergebniswerte verwendet werden.
-
- ∙ String-Variableninhalte kann man mit einem ; zu längeren Texten
- zusammenketten. Angenommen die Variable text1$ hat den Wert
- "Michael" und die Variable text2$ hat den Wert "Pieper", dann
- ergibt der Ausdruck text1$; " Thomas "; text2$ den Text "Michael
- Thomas Pieper".
-
-
- 3.4 Definition von Feiertagen
- ==============================
-
- Im BavariaEventManager ist für alle deutschen Feiertage eine Berech-
- nungsformel vorhanden. Über die FEIERTAG.DAT-Datei kann man festlegen,
- für welches Bundesland die Feiertagsberechnung erfolgen soll. Im
- Editor lassen sich die Feiertage und die Bundesländer ebenfalls ein-
- stellen.
-
- Sollen weitere Feiertage eingetragen werden, so könne diese in der
- Datei FEIERTAG.DAT erfaßt werden. Diese Feiertage dienen dazu, daß bei
- den TIMER-Ereignissen "FT" und "WT" (Feiertags und Werktags) nach
- "Arbeitstag" und "Arbeitsfreier Tag" unterschieden werden kann.
-
- Samstag und Sonntag zählen bei diesen Ereignissen ebenfalls als "FT".
-
- In jeder Zeile der Datei steht ein Feiertag. Feste Feiertage werden
- mit einer Jahreszahl von "xxxx" definiert, während bewegliche Feier-
- tage mit der korrekten Jahreszahl eingegeben werden.
-
- Das Format der Datei FEIERTAG.DAT sieht folgendermaßen aus:
-
- In der ersten Zeile sollte die Definition des Bundeslandes stehen.
-
- Bundesland: <bundesland>
- Für <bundesland> sind folgende Eingaben möglich:
- "keine"
- "bundeseinheitlich"
- "Baden-Württemberg"
- "Bayern (Augsburg)",
- "Bayern (evangelisch)"
- "Bayern (katholisch)"
- "Berlin"
- "Brandenburg"
- "Bremen"
- "Hamburg"
- "Hessen"
- "Mecklenburg-Vorpommern"
- "Niedersachsen"
- "Nordrhein-Westfalen"
- "Rheinland-Pfalz"
- "Saarland"
- "Sachsen (evangelisch)"
- "Sachsen (katholisch)",
- "Sachsen-Anhalt"
- "Schleswig-Holstein"
- "Thüringen (evangelisch)"
- "Thüringen (katholisch)"
-
- Standardwert ist "bundeseinheitlich". Mit "keine" wird die interne
- Feiertagsberechnung abgeschaltet und es können komplett eigene Feier-
- tage definiert werden.
-
- Die folgenden Zeilen geben eigene Feiertage an:
-
- ttmmjjjj
-
- tt Tag des Feiertags (Der beim TIMER.EVT "FT" beachtet werden
- soll)
-
- mm Monat
-
- jjjj Jahr. Wird "xxxx" angegeben, so ist das ein fester Feiertag,
- der in jedem Jahr am gleichen Tag ist.
-
- In der mitgelieferten Datei wurden der Heilige Abend (24.12.) und
- Silvester (31.12.) eingetragen, da diese Tage zwar keine Feiertage
- sind, aber dennoch bei der Telekom als "Billigtarif" gelten.
-
- In Zusammenhang mit dem Eintrag "Feiertage: bundeseinheitlich" in der
- FEIERTAG.DAT erreicht man, daß die Ereignisse "FT" an "billigen Tagen"
- ausgeführt werden, während bei "WT" der Normaltarif im Telefonnetz
- gilt.
-
-
- 3.5 Systemkonfiguration
- ========================
-
- Mit diesem Editorteil lassen sich die Dateien EVENTMAN.INF und
- BEM_EDIT.INF bearbeiten. Beim Öffnen des Fensters werden die aktuellen
- Daten eingeladen und angezeigt.
-
- In der ersten Zeile kann der EVT-Systempfad angegeben werden. In
- diesem werden sämtliche *.EVT-Dateien gesucht. Ist dieser bereits
- durch eine Environmentvariable festgelegt, so ist dieser Menüpunkt
- hell dargestellt. Er kann dann zwar per Tastatur verändert werden, man
- darf aber nicht vergessen, daß die Änderung nicht wirksam wird, da die
- Environmentvariable Vorrang hat.
-
- Der zweite Pfad (TextEditor) gibt das Programm an, das aufgerufen
- wird, wenn der Aktionseditor gestartet wird. Hier kann ein beliebiger
- Texteditor verwendet werden.
-
- Der dritte Pfad gibt den BEM-Editor selber an. Diesen Pfad sollten Sie
- ändern, wenn Sie ihren BavariaEventManager an einen anderen Platz
- kopieren.
-
- Die Angabe der Programmprüfung alle x Sekunden bewirkt, daß im angege-
- benen Abstand überprüft wird, ob ein Programmereignis stattgefunden
- hat.
-
- Ein niedriger Wert bewirkt eine sofortige Reaktion auf einen Pro-
- grammstart, bremst das System aber durch häufige Anfragen.
-
- Die Angaben der EVT-Dateiprüfung ist nur in Singletasking-Betriebssy-
- stemen von Bedeutung, oder wenn anstatt des BEM-Editors ein normaler
- Texteditor verwendet wird. Es wird hier die Zeitspanne angegeben, in
- der die *.EVT- Dateien überprüft werden sollen, ob sie geändert worden
- sind. Unter Multitaskingsystemen wird vom BEM-EDIT eine
- Änderungsnachricht an den Eventmanager gesandt, sobald eine Datei
- verändert wurde.
-
- Ein niedriger Wert bewirkt eine sofortige Reaktion auf eine Dateiände-
- rung, bremst das System aber durch häufige Plattenzugriffe. Der
- Eintrag 0 bewirkt, daß die Überprüfung abgeschaltet wird.
-
- Der letzte Wert: "Maximal x INFO-Meldungen behalten" bestimmt, wieviel
- INFO-Meldungen im Speicher bleiben und erneut angezeigt werden können.
- Bei einem Eintrag von 10 können Sie sich also die letzten 10 INFO-
- Meldungen ansehen.
-
-
- 3.5.1 EVENTMAN.INF
- -------------------
-
- Die aktuellen Konfigurationen im BavariaEventManager können in der
- Datei EVENTMAN.INF abgespeichert werden. Diese Datei wird beim Pro-
- grammstart eingelesen und kann mit dem Knopf "Sichern" oder dem
- Menüeintrag Datei > Konfiguration sichern erstellt werden.
-
- Der Inhalt dieser Datei kann mit einem Texteditor geändert werden.
-
- Die Eintragungen sehen folgendermaßen aus:
-
- AccFilePath: <pfad>
- Gibt den Pfad an, in dem die *.EVT-Dateien liegen.
-
- HauptWindow: <akt> <xx> <yy>
- Gibt die aktuelle Fensterposition an, an der das HauptFenster
- positioniert werden soll. Der Parameter "akt" kann entweder
- "Closed" oder "Opend" sein, je nachdem, ob das Fenster bei Pro-
- grammstart geöffnet sein soll oder nicht.
-
- KnopfWindow: <akt> <xx> <yy>
- Gibt die Fensterposition für das Mausknopffenster an. Der Parame-
- ter "akt" kann entweder "Closed" oder "Opend" sein, je nachdem,
- ob das Fenster gleich zu Anfang aufgehen soll oder nicht.
-
- KalenWindow: <akt> <xx> <yy>
- Gibt die Fensterposition für das Kalenderfenster an. Der Parame-
- ter "akt" kann entweder "Closed" oder "Opend" sein, je nachdem,
- ob das Fenster gleich zu Anfang aufgehen soll oder nicht.
-
- InTxtWindow: <akt> <xx> <yy>
- Gibt die Fensterposition für das Infofenster an. Der Parameter
- "akt" kann entweder "Closed" oder "Opend" sein, je nachdem, ob
- das Fenster gleich zu Anfang aufgehen soll oder nicht.
-
- SekProgFind: <ss>
- Gibt an, in welchem Abstand die in der Datei PROGRAMM.EVT angege-
- benen Programme im System gesucht werden sollen. Standardwert ist
- 2. Die Angabe erfolgt in Sekunden. Ein Wert von 0 bedeutet, daß
- die Programme nicht gesucht werden sollen.
-
- SekEvtDatei: <ss>
- Gibt an, in welchem Abstand die *.EVT-Dateien auf ein neues
- Dateidatum überprüft werden sollen. Ist im System kein Cache
- installiert, sollte dieser Wert relativ hoch angesetzt werden
- oder mit 0 abgeschaltet bleiben. Angabe erfolgt in Sekunden,
- Standardwert ist 0. Erforderlich ist dieser Wert nur, wenn die
- *.EVT-Dateien mit einem Texteditor geändert werden. Der Editor
- BEM_EDIT.PRG sendet automatisch eine Nachricht an den Bavaria-
- EventManager, wenn Dateien verändert wurden, damit dieser die
- Dateien dann nachladen kann.
-
- BEMEditPath: <pfad des BEM_EDIT.PRG>
- Gibt an, wo der BEM-Editor zu finden ist. Wird über das Menü
- Datei > Ereigniseditor starten der Editor aufgerufen, wird das
- Programm gestartet, das hier definiert ist.
-
- INFO-Anzahl: <Anzahl der maximalen INFO-Texte>
- Gibt an, wie viele INFO-Anzeigen im Speicher gehalten werden
- sollen, bevor sie gelöscht werden.
-
- KnopfInfoln: {"Ja", "Nein"}
- Definiert, ob die INFO-Zeile des Mausbutton-Dialogs gezeichnet
- werden soll oder nicht. Dort wird der Status der Tasten SHIFT,
- CONTROL und ALTERNATE dargestellt. Wollen Sie Platz sparen und
- die Zeile nicht anzeigen, dann geben Sie "Nein" ein.
-
- KeyDelayTim:
- Gibt die Verzögerung für simulierte Tastendrücke an. Die Zeit
- wird in Millisekunden angegeben. Der Standardwert ist 200.
-
-
- 3.5.2 BEM_EDIT.INF
- -------------------
-
- Im BEM-Editor kann mit dem Menüpunkt Datei > Konfiguration sichern
- ebenfalls eine INF-Datei (BEM_EDIT.INF) geschrieben werden. In dieser
- sind die Fensterpositionen des Editors vermerkt.
-
- HauptWindow: <akt> <xx> <yy>
- TimerWindow: <akt> <xx> <yy>
- ProgrWindow: <akt> <xx> <yy>
- KeybdWindow: <akt> <xx> <yy>
- Maus_Window: <akt> <xx> <yy>
- DevicWindow: <akt> <xx> <yy>
- FeierWindow: <akt> <xx> <yy>
- SysteWindow: <akt> <xx> <yy>
-
- Gibt die aktuelle Fensterposition an, an der das ent-
- sprechende Fenster positioniert werden soll. Der Parameter
- "akt" kann entweder "Closed" oder "Opend" sein, je nachdem,
- ob das Fenster bei Programmstart geöffnet sein soll oder
- nicht.
-
- AktionsEdit: <editor-pfad>
-
- Gibt den Pfad für den Aktionseditor an.
-
- Use-RSCFile: <BEM_EDIT.RSC-Datei>
-
- Gibt die RSC-Datei an, die beim Start des BEM_EDIT angezeigt
- werden soll. Dadurch kann die RSC-Datei überallhin verlegt
- werden. So ist es möglich, RSC-Files mit anderen Sprachen
- einzubinden.
-
-
- 3.6 Der BavariaEventManager in Aktion
- ======================================
-
- Wird der BavariaEventManager ohne eine EVENTMAN.INF-Datei gestartet,
- erscheint lediglich eine Menüzeile. Dennoch hat der EventManager
- bereits die Ereignisdateien eingelesen und den Betrieb aufgenommen.
-
- Um nun genauere Informationen des BavariaEventManagers abzurufen, oder
- eine "Maustaste" zu betätigen, können bis zu 4 Fenster geöffnet
- werden.
-
- Bei der Benutzung als normals Programm kann man über die Menüzeile
- Fenster > ... die entsprechenden Fenster öffnen.
-
- Wird der BavariaEventManager als ACC unter SingleTOS eingesetzt, muß
- man über das DESK-Menü > EventManager gehen. Man erhält hier das
- Registrier-Fenster, in dem man auch die Möglichkeit hat, die anderen
- Fenster zu öffnen.
-
-
- +----------------------+----------------------+-----------------------------+
- | Fenster\Einsatz als: | ACC unter SingleTOS | Programm/ACC als Multitask |
- +----------------------+----------------------+-----------------------------+
- | Registrier-Fenster | DESK > EventManager | EventManager > B.E.M.-Infos |
- | BavariaEventStatus | Reg.F. > Status | Fenster > Statusfenster |
- | BavariaButtonDialog | Reg.F. > Maustasten | Fenster > Maustasten |
- | BavariaKalender | Reg.F. > Kalender | Fenster > Kalender |
- | BavariaInformation | Reg.F. > Information | Fenster > Infofenster |
- +----------------------+----------------------+-----------------------------+
-
- Tabelle 2: Die Bedienung des BavariaEventManager
-
-
-
- 3.6.1 Registrier-Fenster
- -------------------------
-
- Das Registrier-Fenster hat zwei Funktionen. Zuerst dient es als Infor-
- mation über den Programmierer und das Copyright. In der Titelzeile
- werden die Version und das Erstellungsdatum angezeigt.
-
- Vor der Version 1.11 wurde die Registrierung in diesem Fenster
- dargestellt. Ab der Version 1.12 entfällt diese Anzeige ersatzlos.
-
- Als zweite Funktion dient es zum Öffnen der Fenster. Es stehen hier im
- linken unteren Bereich des Fensters 4 Buttons zur Verfügung, mit denen
- die 4 weiteren Fenster geöffnet werden können.
-
- Beim Einsatz als ACC unter SingleTOS ist dies die einzige Möglichkeit,
- die Fenster zu öffnen, da ein Accessory keine Menüleiste besitzt.
-
- Das Informationsfenster ist nur dann anwählbar, wenn auch eine Infor-
- mation durch einen INFO-Befehl erzeugt wurde. Ansonsten ist der Button
- nicht anwählbar.
-
-
- 3.6.2 BavariaEventStatus
- -------------------------
-
- In diesem Fenster kann man den aktuellen Status der Timerereignisse
- sehen, sowie die Zeichen, die gerade aktuell an den Schnittstellen
- anstehen.
-
- An oberster Stelle läuft eine Uhr, die die aktuelle Systemzeit an-
- zeigt. Das Feld darunter gibt das nächste Timerereignis an, das ausge-
- führt werden soll. Man kann somit erkennen, wann welches Ereignis als
- nächstes ansteht.
-
- Ebenso sieht man, wie oft das Ereignis wiederholt werden soll.
-
- Der Schnittstellenstatus zeigt an, auf welchen Schnittstellen die
- Überwachung eingeschaltet ist (dunkel dargestellt) und welche Schnitt-
- stellen ausgeschaltet sind (hell dargestellt). Bei den aktiven
- Schnittstellen werden auch die aktuell anstehenden Zeichen ausgegeben,
- so daß man sich einen Überblick verschaffen kann, welche Zeichen
- bereits empfangen wurden.
-
- Dieses Fenster läßt sich iconifizieren, wenn dies vom Betriebssystem
- unterstützt wird. Es wird dann eine Stopuhr als Icon angezeigt.
-
-
- 3.6.3 BavariaButtonDialog
- --------------------------
-
-
- In diesem Fenster sind die in der BUTTON.EVT definierten Maustasten
- dargestellt. Es sind 4 * 4 Tasten, die nur anwählbar sind, wenn auch
- ein Eintrag dazu vorhanden ist.
-
- Es stehen noch 3 weitere Ebenen zur Verfügung, die mit den Tasten
- SHIFT, CONTROL und ALTERNATE erreicht werden können. Die Bedienung des
- Fensters ist nur dann möglich, wenn das Fenster das oberste Fenster
- ist.
-
- Mit der Maus kann man nun auf eine der Tasten klicken und die zugehö-
- rige Aktion wird ausgelöst.
-
- Dieses Fenster läßt sich iconifizieren, wenn dies vom Betriebssystem
- unterstützt wird. Es wird dann eine Maus als Icon angezeigt.
-
-
- 3.6.4 BavariaKalender
- ----------------------
-
- In diesem Fenster wird ein aktueller Kalender angezeigt. Der aktuelle
- Tag wird dick umrandet dargestellt. Bei einer Farbauflösung erscheinen
- außerdem Feiertage und Sonntage in der Farbe rot, Samstage in dunkel-
- rot und normale Werktage in schwarz.
-
- In der Infozeile steht das aktuelle Datum. Ist dies ein Feiertag, wird
- ebenfalls ausgegeben, welcher Feiertag es ist. Es wird die aktuelle
- Einstellung der Datei FEIERTAG.DAT übernommen.
-
- Mit den Hoch- oder Runter-Knöpfen kann jeweils einen Monat weiterge-
- blättert werden. Klickt man auf den grauen Bereich ober- oder unter-
- halb des Schiebers, wird jeweils ein Jahr vor- oder zurückgeblättert.
-
- Der Bereich des Kalenders geht von Januar 1970 bis Dezember 2037.
-
-
- 3.6.5 BavariaInformation
- -------------------------
-
- In diesem Fenster werden die Texte ausgegeben, die mit dem Befehl INFO
- erzeugt wurden. Dieses Fenster ist daher nur anwählbar, wenn bereits
- im Programmlauf ein INFO-Befehl ausgeführt wurde.
-
- Es wird auch genau das Datum und die Uhrzeit der Meldung angegeben, da
- ja ein Weiterarbeiten und auch ein Schließen des Fensters durchaus
- möglich ist. In einem eingerahmten Bereich wird die Meldung
- ausgegeben.
-
-
-
-
- A Bekannte Probleme
- ********************
-
- Dieser Abschnitt ist einem unerfreulichem Thema gewidmet. Leider gibt
- es Dinge zwischen Himmel und Erde, die meinem BavariaEventManager das
- Leben schwer machen.
-
- Um aber dem Anwender bei bekannten Problemen nicht im Regen stehen zu
- lassen, sollen hier kurze Problemschilderungen und deren Lösungen
- beschrieben werden.
-
-
- A.1 FPATCH2.PRG
- ================
-
- Wird dieses Programm eingesetzt, kann keine Schnittstellenüberwachung
- stattfinden. Der Patch verhindert souverän auch die Ausgabe auf die
- Schnittstelle. Wer diesen Patch nicht braucht, sollte darauf
- verzichten.
-
-
- A.2 CAT auf dem Falcon mit TOS 4.04
- ====================================
-
- Wird CAT über den BavariaEventManager gestartet und über CAT ein
- weiteres Programm gestartet (z.B: CAT-Parameter "-t"), kann CAT kein
- zweites Mal gestartet werden. Ich gebe zu, es ist sehr verwirrend ...
-
- Da das Problem auch ohne den BavariaEventManager nachvollziehbar ist,
- kann mein Programm keine Schuld treffen.
-
- Um dennoch mit CAT automatischen Maustausch machen zu können, muß das
- Terminalprogramm im Batch aufgerufen werden.
-
- Hier ein verkürztes Beispiel in der AKTION.DAT:
-
- [Poll]
- RUN CAT.PRG -iq
- RUN RUFUS.APP MAUS.RUF
- RUN CAT.PRG -oq
-
-
- A.3 Gestartetes Programm findet seine RSC-Datei nicht
- ======================================================
-
- Wird über die Befehle RUN oder EXEC ein Programm gestartet, so kann es
- vorkommen, daß der aktuelle Pfad nicht auf das Programm zeigt. Da aber
- viele Programme im aktuellen Verzeichnis ihre *.RSC-Datei suchen, muß
- vorher mit dem Kommando PATH der Pfad gesetzt werden.
-
- Hier ein Beispiel für den CAT-Start:
-
- [Poll]
- PATH F:\CAT
- RUN F:\CAT\CAT.PRG -iq
-
-
- A.4 Einsatz des BavariaEventManagers als ACC
- =============================================
-
- Ich möchte betonen, daß die Probleme, die hier beschrieben werden, nur
- auftreten, wenn der BavariaEventManager als ACC in einem Single-
- tasking- Betriebssystem betrieben wird. Unter Multitasking (Mag!C und
- MultiTOS) treten die Probleme nicht auf.
-
- Hier steht ganz am Anfang der Satz:
-
- ACCs dürfen keine Programme nachstarten!
-
- Daß es der BavariaEventManager trotzdem macht, liegt daran, daß es ein
- Verfahren gibt, das das trotzdem erlaubt. Der Programmstart erfolgt
- beim Einsatz als ACC im SingleTOS über das AV-Protokoll von Gemini.
- Damit das funktioniert, muß ein Desktop auf dem Rechner installiert
- sein, der das Protokoll unterstützt, z.B. Gemini oder Ease. Ansonsten
- geht ein Programmstart über das ACC schief.
-
- Es gibt noch etwas:
-
- ACCs dürfen keinen Speicher anfordern!
-
- Der BavariaEventManager fordert seinen Speicher bereits beim System-
- start an. Daher sollte es zu keinen Problemen kommen. Verändern sich
- aber die Dateien PROGRAMM.EVT oder SS.EVT, kann es vorkommen, daß
- nochmal Speicher angefordert wird. Das kann unter Umständen zum
- Absturz führen. Nach Veränderung der beiden Dateien ist daher ein
- Neustart des Rechners sinnvoll.
-
- Ganz zum Schluß möchte ich daher zur Vorsicht raten, wenn das Programm
- als ACC in SingleTOS eingesetzt wird.
-
-
- A.5 Programmereignis auf Singletasking-Betriebssystemen
- ========================================================
-
- Unter normalen TOS-Singletasking-Betriebssystemen kann das Pro-
- grammereignis lediglich eine Programmebene auswerten.
-
- Das heißt, wenn man ein Programm startet, das seinerseits wieder ein
- Programm aufruft, wird der Start des zweiten Programms nicht vom
- BavariaEventManager erkannt und ausgewertet.
-
-
- A.6 Midi-Com Einbindung
- ========================
-
- Leider ist die Einbindung von MIDI-COM noch nicht ganz fehlerfrei. Es
- gibt derzeit noch folgendes Problem:
-
- Werden sehr schnell hintereinander zwei Nachrichten verschickt, wird
- die zweite Nachricht verschluckt, aber nur, wenn MIDI-COM über einen
- MIDI-Ring gestartet wird.
-
-
-
- B Beispiele für den Einsatz
- ****************************
-
- Wofür kann denn nun der BavariaEventManager alles eingesetzt werden?
-
- Die nachfolgende Liste soll nur eine kleine Auswahl sein. Der Phanta-
- sie der Anwender sind keine Grenzen gesetzt.
-
- ∙ Automatischer Maustausch
-
- ∙ Automatischer Catputz
-
- ∙ Erinnerungen an wichtige Geburtstage
-
- ∙ eingeschränkte Fernbedienung eines Rechners über MODEM
-
- ∙ Vereinfachung von notwendigen Mehrfachaufrufen von di-
- versen Programmen, z.B. vor MausTausch immer Catrondo
- aufrufen.
-
- ∙ Fernbedienung eines Rechners über MIDI-COM
-
-
-
- C Definierte Feiertage
- ***********************
-
- Folgende Feiertage sind im BavariaEventManager definiert:
-
- Neujahr: bundeseinheitlich
- Heilige 3 Könige: Bayern, Baden-Würthemberg, Sachsen-Anhalt
- Karfreitag: bundeseinheitlich
- Ostermontag: bundeseinheitlich
- Maifeiertag: bundeseinheitlich
- Christi Himmelfahrt: bundeseinheitlich
- Pfingstmontag: bundeseinheitlich
- Fronleichnam: Baden-Würthemberg
- Bayern
- Hessen
- Nordrhein-Westfalen,
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen (katholisch)
- Thürigen (katholisch)
- Friedensfest: Bayern (Augsburg)
- Maria Himmelfahrt: Bayern (katholisch)
- Saarland
- Tag d.deutschen Einh.: bundeseinheitlich
- Reformationstag: Brandenburg
- Mecklenburg-Vorpommern
- Sachsen (evangelisch)
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen (evangelisch)
- Allerheiligen: Baden-Würthemberg
- Bayern
- Saarland,
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Sachsen (katholisch)
- Thürigen (katholisch)
- Buß und Bettag: Sachsen
- 1. Weihnachtsfeiertag: bundeseinheitlich
- 2. Weihnachtsfeiertag: bundeseinheitlich
-
-
-
- D Haftungsausschluß und Warnung
- ********************************
-
- Das Programm wurde in diversen Konfigurationen getestet, dennoch kann
- ich keine Haftung für eventuell durch dieses Programm verursachte
- Schäden, gleich welcher Art, übernehmen.
-
- Im Speziellen sei darauf hingewiesen, daß der Einsatz als ACC voraus-
- setzt, daß bei einem Programmstart als Aktion ein Desktop im Speicher
- sein muß, der das AV_START-Protokoll versteht, um einen Programmstart
- durchzuführen (nur unter SingleTOS).
-
- Desweitern kann es beim Verändern der Dateien PROGRAMM.EVT und SS.EVT
- während des Einsatzes als ACC zu Problemen kommen. Bitte beachten Sie
- dringend den Absatz "Bekannte Probleme"!
-
-
-
- E Autor
- ********
-
- Programmiert wurde der BavariaEventManager in Pure C 1.1.
-
- Die RSC wurden in INTERFACE 2.32 erstellt.
-
- ALADIN-Soft
-
- Anschrift: E-mailadresse:
- Michael Pieper MausNet: Michael Pieper @ A
- Flurstraße 5 Michael Pieper @ LL
- 86368 Gersthofen Internet: michael@ghf.augusta.de
- Tel.: 0821/2 99 11 33
-
- Von Anrufen nach 22:00 Uhr bitte ich abzusehen, da mein Arbeitstag
- relativ früh beginnt!
-
- Nun hoffe ich, daß Ihnen das Programm gefällt. Für Anregungen und
- Kritik habe ich jederzeit ein offenes Ohr.
-
- ----------------------------------------------------------------------
-
- Dokumentation des BavariaEventManager von Michael Pieper
-
- Anpassung des Textes an UDO zur Erzeugung des ST-Guide-Hypertextes,
- des HTML-Textes und des ASCII-Textes:
-
- Dietmar Hollenberg
-
- E-Mail: Dietmar Hollenberg @ DO2 dietmar_hollenberg@do2.maus.ruhr.de
-
- Korrekturen und Verbesserungsvorschläge deshalb bitte direkt an diese
- Adresse schicken.
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